Universitätsjournal  


Universitätsjournal Heft 1/2012

Qualitätskultur für die Lehre

In den hochschulpolitischen Diskussionen der vergangenen Jahre kommt der Lehre ein deutlich höherer Stellenwert zu, als das früher der Fall war. Etwa die "Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium" des Wissenschaftsrats von 2008, der von der Kultusministerkonferenz und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ins Leben gerufene "Wettbewerb exzellente Lehre" von 2009, vor allem aber der gemeinsam von Bund und Ländern getragene "Qualitätspakt Lehre", an dem sich ja auch die Universität Leipzig mit großem Erfolg beteiligt hat, zeigen, wie wichtig das Thema Lehre an den Hochschulen derzeit ist. Dabei geht es natürlich zunächst vor allem darum, die finanziellen Rahmenbedingungen für die Hochschullehre zu verbessern, mit denen es angesichts der von der Staatsregierung vorgeschriebenen Stellenstreichungen gerade in Sachsen nicht zum Besten steht. Es geht aber auch darum, die Hochschullehre unter qualitativen Gesichtspunkten zu diskutieren und an den Hochschulen und Universitäten so etwas wie eine Qualitätskultur im Bereich der Lehre zu etablieren und zu verankern.

Hier ist die Universität Leipzig in den vergangenen Jahren trotz der eher ungünstigen Rahmenbedingungen ein gutes Stück vorangekommen. Auch die mit erheblichen Anstrengungen unternommene Umstellung auf die neuen gestuften und modularisierten Studiengänge hat bei allen Reibungsverlusten, die dadurch zweifellos auch erzeugt wurden, dazu geführt, dass die Qualität der Lehre universitätsweit zu einem Dauerthema geworden ist. Das wird uns sicherlich auch weiterhin erhalten bleiben. Neue Herausforderungen, aber auch neue Chancen kommen hinzu. Im vergangenen Jahr konnte nach längeren Vorarbeiten das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS) als eine gemeinsame Einrichtung von 13 sächsischen Hochschulen auch offiziell seine Arbeit aufnehmen, das seinen Sitz an der Universität Leipzig hat. Die derzeit viel diskutierte Rückkehr der Lehramtsstudiengänge zum Staatsexamen, vor allem aber das vom Rektorat in den vergangenen Wochen mehrfach formulierte klare Bekenntnis zur Lehrerbildung als einem wichtigen Schwerpunktbereich der Universität Leipzig werden ebenfalls deutliche Wirkungen in der Lehre an unserer Universität entfalten. Und nicht zuletzt die mit dem Projektantrag "StiL - Studieren in Leipzig" im Rahmen des Qualitätspakts Lehre eingeworbenen zusätzlichen Mittel in Höhe von 14 Millionen Euro werden im Hinblick auf die weitere Verbesserung der Lehre an unserer Universität zweifellos einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Beiträge der vorliegenden Ausgabe unseres Universitäts-Journals wollen einen Einblick geben in die vielfältigen Bemühungen, die an der Universität Leipzig zur Verbesserung der Lehre unternommen werden. Dabei reicht das Spektrum von der Lehrerbildung über die Tierarztausbildung bis zu den Potenzialen unserer E-Learning-Angebote. Auch das Hochschuldidaktische Zentrum und sein Beitrag zur Qualitätsverbesserung in der Lehre werden ausführlich gewürdigt. Alle Beiträge zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Um aber tatsächlich eine nachhaltige Qualitätskultur an der Universität Leipzig zu verankern, bleibt sicherlich auch noch einiges zu tun.

Prof. Dr. Claus Altmayer,
Prorektor für Bildung und Internationales

Inhalte und Auflage

Das "Journal" der Universität Leipzig erscheint sechs Mal pro Jahr und wendet sich einerseits an alle Hochschulangehörigen, also Wissenschaftler, Studierende sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, andererseits aber auch an die Freunde und Förderer der Universität, an Alumni und Emeriti sowie nicht zuletzt an die interessierte Öffentlichkeit.

Die Zeitschrift bietet eine Mischung aus Informationen zum aktuellen Universitätsgeschehen und Beiträgen zur Forschung, Hochschulpolitik, Geschichte sowie zum studentischen und kulturellen Leben an der Universität. Ziele und Akteure stehen im Mittelpunkt des "Journals" und prägen es durch ihre Geschichten, Forschungen, Themen. Nicht die Tagesaktualität ist dabei ausschlaggebend, sondern die Kommunikation wegweisender Projekte der Hochschule.

Das Journal erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und liegt an zentralen Stellen auf dem Universitätsgelände aus. Dank entsprechender Vereinbarungen mit der Stadt Leipzig und der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH ist das "Journal" auch im Rathaus, in den Bürgerämtern und in der Tourist-Information, Katharinenstraße 8, erhältlich. Sollte es vergriffen sein, sind weitere Exemplare meist in der Pressestelle der Universität erhältlich. Die Redaktion freut sich über Themenanregungen und Meinungsaustausch per E-Mail.


letzte Änderung: 03.02.2012 

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