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Nachricht 380/2015 vom 17.12.2015

Bereich: Forschung
Sachgebiet: Mathematik / Informatik

Neues EU-Projekt entwickelt Plattform für das Benchmarking großer verknüpfter Datenmengen

 

Die Europäische Union finanziert das Forschungs- und Innovationsprojekt "HOBBIT", um die
Verwendung großer, verknüpfter Datenmengen ("Big Linked Data") zu erleichtern. Im Rahmen des Anfang Dezember gestarteten Vorhabens soll ein europäisches Konsortium aus Forschungsinstituten, Partnern aus der Großindustrie sowie innovativen kleinen und mittleren Unternehmen eine ganzheitliche Benchmarking-Plattform (Bezugs- oder Richtgröße) für große, verknüpfte Datenmengen sowie dazugehörige Industriestandards entwickeln. Das Projekt steht unter der Federführung des Instituts für Angewandte Informatik (InfAi) e.V. - eines An-Instituts der Universität Leipzig.


"HOBBIT" hat das Ziel, Benchmarks (Bezugs- oder Richtgrößen) für relevante Bereiche aus Industrie in Europa zu definieren, die "Big Linked Data" nutzen. Zudem sollen durch die Zusammenarbeit der Beteiligten aus Industrie und Forschung die Kennzahlen zur Verarbeitung von "Big Linked Data" erforscht werden. Zudem wird eine offene Benchmarking-Plattform erstellt, um das Leistungsvermögen modernster Systeme auf standardisierter Hardware zu bewerten. Benchmarking bezeichnet in der Betriebswirtschaft eine Managementmethode, mit der sich durch zielgerichtete Vergleiche unter mehreren Unternehmen das jeweils beste als Referenz zur Leistungsoptimierung herausfinden lässt.

"Big Data" ist eine der wichtigsten Schlüssel-Technologien der Zukunft. Der Aufwand und die Kosten, um diese Technik in die Wertschöpfungskette zu integrieren, sind jedoch erheblich. Durch die Integration von "Big Data" werden die europäische Wettbewerbsfähigkeit und damit das Wirtschaftswachstum erhöht sowie neue Arbeitsplätze geschaffen. HOBBIT ist ein Projekt im EU-Rahmenprogramm "Horizont 2020" und startete am 1. Dezember 2015. Das Konsortium setzt sich aus zehn Partnern sechs verschiedener Länder zusammen. Zu den HOBBIT-Partnern zählen neben dem Institut für Angewandte Informatik als Projektkoordinator unter anderem das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, die Foundation for Research and Technology (FORTH, Griechenland), die USU Software AG (Deutschland), die Ontos AG (Schweiz), Openlink Software (Großbritannien) und andere.


letzte Änderung: 24.07.2016 

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