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Pressemitteilung 057/K2013 vom 26.07.2013

Bereich: Universitätsklinikum Leipzig

Rekord: Eines der schwersten Babys Deutschlands am Uniklinikum Leipzig entbunden

– Geburt ohne Kaiserschnitt

 

Das Füßchen eines der schwersten Neugeborenen Deutschlands - Jasleen 6110g, 57,5cm<br />Foto: Ines Christ
Das Füßchen eines der schwersten Neugeborenen Deutschlands - Jasleen 6110g, 57,5cm
Foto: Ines Christ

Ein besonders schweres Mädchen wurde gestern im Uniklinikum Leipzig geboren. Jasleen kam am 25. Juli mit einem Geburtsgewicht von 6110 Gramm und einer Größe von 57,5 cm zur Welt und ist damit eines der schwersten Babys die je in Deutschland auf natürlichem Weg geboren wurden.


"Ich habe noch nie vorher so ein schweres Kind entbunden", so Prof. Holger Stepan, Leiter der Geburtsmedizin am Uniklinikum Leipzig.

Die Mutter war während der Schwangerschaft nicht am Uniklinikum Leipzig in Betreuung und kam erst mit den einsetzenden Wehen in die Geburtsabteilung des UKL. "Dass das Kind groß sein wird, damit haben wir gerechnet", so Prof. Stepan. "So haben wir im Vorfeld bereits ein Team zusammengestellt, um auf alle Komplikationen sofort reagieren zu können. Prof. Stepan selbst, der Kreißsaalarzt, ein Kinderarzt, eine zusätzliche Hebamme und auf Abruf die Kollegen von Narkose und Kaiserschnitt-OP konnten die Schwangere so sicher durch den Geburtsprozess begleiten.

Wie groß und schwer das Kind dann tatsächlich war, das war für alle Beteiligten eine Sensation. Denn bei Schwangeren mit hohem Gewicht funktioniert der Ultraschall, der normalerweise zum Abschätzen des Geburtsgewichts eines Kindes verwendet wird, deutlich schlechter. Außerdem funktionieren die normalen Formeln zur Berechnung nur bis ca. 4,5 kg. Alles was darüber liegt kann nur sehr vage ermittelt werden. "Wir haben uns trotzdem entschieden eine natürliche Geburt zu versuchen, denn bei einem Kind dieser Größe und Übergewicht der Mutter wäre auch ein Kaiserschnitt mit deutlichem Risiko verbunden gewesen."

Grund für das hohe Geburtsgewicht sei leider ein unentdeckter Schwangerschaftsdiabetes bei der Mutter, so Prof. Stepan. Ihr geht es nach der Geburt gut, das Baby wird noch auf der neonatologischen Station betreut.

Ein Ereignis dieser Art gab es im November 2011schon einmal an der Berliner Charité. Dort wurde ein sechs Kilogramm schwerer Junge ohne Kaiserschnitt geboren.


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letzte Änderung: 30.08.2014 

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