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Pressemitteilung 002/2012 vom 03.01.2012

Bereich: Forschung
Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften

Leipziger Hirnforscher erforschen Entzündungen bei Alzheimer-Demenz

 

Die Auslöser für die chronischen Entzündungsvorgänge, die mit der Alzheimer-Demenz einhergehen, wollen Wissenschaftler der Universitäten Leipzig, Erlangen-Nürnberg, München und Osnabrück sowie der Hallenser Biotech-Firma Probiodrug in einem gemeinsamen Projekt erforschen. Ziel des dreijährigen Verbundprojekts im Kompetenznetz Degenerative Demenzen ist es, grundsätzliche Mechanismen der Alzheimer-Erkrankung aufzuklären und neue Erkenntnisse zur medikamentösen Behandlung dieser noch immer unheilbaren Krankheit zu gewinnen, wie Prof. Steffen Roßner Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung der Universität Leipzig erklärte. Er leitet die Leipziger Arbeitsgruppe, die sich mit verschiedenen Modellen, die Aspekte entzündlicher neurodegenerativer Prozesse zu simulieren, an dem Konsortium beteiligt.


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt für den Forschungsverbund drei Jahre lang insgesamt mehr als eine Million Euro zur Verfügung. Die Forschungen der Arbeitsgruppe Roßners werden mit etwa 220.000 Euro gefördert. Das Projekt wird von der Probiodrug AG koordiniert. Die beteiligten Wissenschaftler wollen standortübergreifend untersuchen, was die Entzündungsvorgänge auslöst, welche Rolle sie im Krankheitsverlauf spielen und wie sie beeinflusst werden können.

Die Alzheimer-Demenz ist von chronischen Entzündungsvorgängen im Gehirn begleitet. Diese Entzündungsvorgänge sind die Immunantwort auf das Absterben von Nervenzellen und auf die Bildung von krankhaften Eiweißablagerungen. Eine überschießende Entzündungsreaktion kann allerdings sowohl die Funktion von Nervenzellen beeinträchtigen als auch zum weiteren Absterben von Nervenzellen beitragen. Beide Vorgänge wirken sich negativ auf Lern- und Gedächtnisleistungen Betroffener aus. Die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Absterben von Nervenzellen und Entzündungsprozessen sind bisher wenig erforscht worden, bieten aber neue therapeutische Ansätze, um in das Krankheitsgeschehen eingreifen zu können.


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letzte Änderung: 23.12.2014 

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Prof. Dr. Steffen Roßner
Paul-Flechsig-Institut für Hirnforschung
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