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Pressemeldungen

Nummer: 2011/214 vom 10.08.2011
Bereich: Forschung
Sachgebiet: Mathematik und Informatik, Wirtschaft
Neues Dienstleistungsprojekt an der Universität Leipzig gestartet
Bisher sind nur wenige kleine und mittlere Unternehmen bereits in der Lage, Produkt-Dienstleistungskombinationen entlang des gesamten Lebenszyklus systematisch zu entwickeln und zu managen. Oftmals fehlen Kenntnisse über die Bedürfnisse der Kunden bzw. deren gezieltes Management. In Folge werden Dienstleistungen oft unplanmäßig um Produkte herum angeboten und neue Produkte aus der unternehmenseigenen Produktherstellung entsprechen nicht den Anforderungen des Kunden in den einzelnen Phasen von der Idee bis zur Nutzung. Integrierte Dienstleistungen entlang des gesamten Lebenszyklus der Lösung, also dem Lifecycle sind somit zwingend erforderlich um die Kunden optimal zu betreuen und unterstützen.
Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Projekt "Produkt-Dienstleistung-Lifecycle-Management für kundenbezogene Lösungsanbieter im Hochtechnologiebereich", das in diesem Sommer startete. Wissenschaftler der Arbeitsgruppe "Service Science and Technology" des Institutes für Informatik arbeiten hier in Kooperation mit den Unternehmen ATB Arbeit, Technik und Bildung GmbH, CADsys GmbH, Amtech GmbH und SITEC GmbH aus Chemnitz bearbeiten.
Ziel des dreijährigen Projektes ist es, für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterschiedlicher Hochtechnologiebereiche mit ihren kundenindividuellen Leistungen und Produkten ein softwaregestütztes Dienstleistungskonzept zu entwickeln und exemplarisch zu testen. "Damit sollen neue Marktsegmente und Marktchancen für dienstleistungsintegrierte Sachgüter aus dem Hochtechnologiebereich erschlossen werden", erklärt Projektleiter Dr. Kyrill Meyer.
Das Verbundprojekt verfolgt dabei folgenden Lösungsansatz: Es soll ein prototypisches IT-gestütztes und flexibel konfigurierbares Dienstleistungskonzept nach dem Baukastenprinzip erstellt werden. Dies könne dann für unterschiedliche Einsatzbereiche und Voraussetzungen kundenspezifisch angepasst, erläutert Meyer weiter. In diesem Prototyp werden sowohl Beratungsdienstleistungen integriert als auch vorhandene Kundenbasen strategisch eingebunden.
Die Universität Leipzig, Arbeitsgruppe "Service Science and Technology", übernimmt in diesem Vorhaben die Gesamtkoordination und beschäftigt sich vorrangig mit der Entwicklung des Lösungsansatzes sowie der Kernfunktionalitäten. Zusätzlich unterstützt Leipzig die Projektpartner bei der Adaption und dem exemplarischen Test der entwickelten Lösung.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen durch das Programm FuE-Projektförderung der Sächsischen AufbauBank (SAB) gefördert.

