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Pressemeldungen

Nummer: 2012/272 vom 21.09.2012
Bereich: wissenschaftliche Tagungen
Sachgebiet: Gesellschaft, Politik
Forscher beraten in Maputo über Entwicklung in Afrika
Forscher des Schwerpunktprogrammes "Adaption und Kreativität in Afrika", das seit 2011 von den Universitäten Leipzig und Halle-Wittenberg koordiniert wird, ziehen vom 1. bis 6. Oktober 2012 auf ihrer ersten Ergebniskonferenz in der Hauptstadt Mosambiks, Maputo, eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Programm SPP 1448 vereint etwa 70 Wissenschaftler aus Deutschland und Afrika, die in 12 Teilprojekten Prozesse sozialen Wandel in Afrika analysieren. Insbesondere wird untersucht, wie afrikanische Gesellschaften mit dem beschleunigten globalen Wandel umgehen: Wie finden Anpassungsprozesse statt? Was sind die Quellen von Innovationsprozessen? Wie wird in diesen Prozessen soziale Ordnung hergestellt? In Maputo werden knapp 100 deutsche und internationale Gäste erwartet, die dort an einer Sommerschule für Nachwuchswissenschaftler, einem Workshop zu Gender Equality & Postcolonial Gender Studies und der dreitägigen Ergebniskonferenz teilnehmen.
Das Treffen wird unter anderem von hochrangigen Vertretern der DFG eröffnet und begleitet. Ebenfalls aus Deutschland anreisen wird der Schirmherr des Schwerpunktprogramms, Bundespräsident a. D. Horst Köhler. Er wird bei einem Round Table mit afrikanischen Vertretern aus Wissenschaft und Politik zum Thema "Africa in Current Globalization Processes" diskutieren. Des Weiteren nehmen afrikanische Kooperationspartner aus ca. 20 Ländern sowie Vertreter afrikanischer Bildungs- und Forschungseinrichtungen an der Konferenz teil.
Das SPP 1448 "Adaption and Creativity in Africa - Technologies and Significations in the Production of Order and Disorder" ist im Jahr 2011 für eine Förderdauer von sechs Jahren eingerichtet worden. In Zweijahresabschnitten werden Forschungsprojekte gefördert, die an verschiedenen universitären und außeruniversitären Standorten in Deutschland angesiedelt sind. Das Programm wird von Prof. Dr. Richard Rottenburg, Universität Halle-Wittenberg, und Prof. Dr. Ulf Engel, Universität Leipzig, koordiniert.
Das Leipziger Teilprojekt des SPP 1448 mit zwei Mitarbeitern befasst sich mit "Changing Stateness in Africa". An der Universität Leipzig wird es von Prof. Dr. Matthias Middell und Prof. Dr. Ulf Engel geleitet, an der Université Yaoundé I in Kamerun von Prof. Dr. David Simo. Die Wissenschaftler haben sich in der ersten Phase damit beschäftigt, wie sich das Verhältnis von Staat und Gesellschaft in Kamerun und Ghana verändert. In der zweiten Phase soll die Forschung auf Äthiopien ausgeweitet werden.
Nach Maputo sind zwei weitere Ergebniskonferenzen geplant: im Jahr 2014 in Yaoundé, Kamerun, sowie 2016 in Addis Abeba, Äthiopien.
Weitere Informationen unter: www.spp1448.de/research-programme/calendar-of-events/biennial-conferences

