Pressemeldungen  

Nummer: 2000/122 vom 20.10.2000

Bereich: wissenschaftliche Tagungen
Sachgebiet: Geistes- und Sozialwissenschaften, Geschichte

Zum Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften

 

"Theodor Litt und die Naturwissenschaften" ist Thema des Vierten Leipziger Theodor-Litt-Symposions, das an der Universität Leipzig stattfinden wird.

Zeit: 26.10.2000, 09:00 Uhr bis 27.10.2000
Ort: Hörsaal
Institut für Kunstpädagogik
Geschwister-Scholl-Haus
Ritterstraße 8-10


Im Mittelpunkt der von der Theodor-Litt-Forschungsstelle der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät veranstalteten Tagung steht das durch den Philosophen und Pädagogen Litt näher bestimmte Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften und die von ihm aufgezeigten Grenzen zwischen diesen Wissenschaftsbereichen, erläutert Prof. Dr. Dieter Schulz, Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Besonderes Interesse gelte den Schlussfolgerungen Litts für Bildung und Erziehung.

Den Festvortrag mit dem Thema "Zum Stellenwert von Naturwissenschaft und Technik für das Bildungsdenken Theodor Litts" hält Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim aus Leipzig. Ferner wird es eine "Kontroversdiskussion" geben über den "Eigenwert der Geisteswissenschaften in Abgrenzung zu den Naturwissenschaften". Geführt wird das Streitgespräch von den Professoren Dr. Wolfgang Klafki (Marburg) und Dr. Rudolf Lassahn (Bonn). Während des Symposions wird die Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig dem Professor für Vergleichende Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Oskar Anweiler, die Ehrendoktorwürde verleihen (siehe dazu die gesonderte Einladung).

Darüber hinaus finden die folgenden Workshops statt:
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  • "Theodor Litt und Werner Heisenberg", Ritterstraße 26, Raum 320
  • "Litts Auseinandersetzung mit dem biologistischen Menschenbild im Nationalsozialismus", Ritterstraße 26, Raum 210
  • "Das Wesen des pädagogischen Denkens. Erziehung als Kunst oder Technik", Geschwister-Scholl- Haus, Ritterstraße 8-10, Raum 104
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    Theodor Litt war 1931 Rektor der Universität Leipzig. Für Professor Dieter Schulz gehört er "zu den wenigen unserer Zunft, der Rückgrat hat und sich vor keiner Diktatur verneigt hat". Litt, der Professor für Philosophie und Pädagogik war, hatte sich 1937 emeritieren lassen, weil er nicht bereit war, sich den Auflagen der Nationalsozialisten zu beugen. Auch in der damals russisch besetzten Zone passte er sich nicht an und erhielt im Jahr 1947 Redeverbot. Daraufhin ging er nach Bonn und wurde u. a. Mitbegründer der heutigen Bundeszentrale für politische Bildung. Nach der politischen Wende in der DDR kam der Nachlaß Litts an die Universität Leipzig.

    Dr. Bärbel Teubert-Seiwert


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    letzte Änderung: 19.06.2013 

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