Universitätsjournal  


Universitätsjournal Heft 1/2010

Liebe Leserinnen und Leser,

demographischer Wandel – welch ein Thema für das Journal mitten im tiefen Winter. Dabei wird es in dieser Ausgabe nicht zuvorderst um trübe Zukunftsaussichten für ältere Generationen in Deutschland gehen, sondern vor allem um spannende ethische, medizinische und rechtliche Fragen. Was tun in einer Situation, in der die Menschen sich nur in kleiner Zahl durchringen können, im Todesfall Organe zu spenden, aber gleichzeitig die sofortige Erreichbarkeit eines Organs im Notfall voraussetzen? Welche rechtlichen Wege aus der ethischen "Klemme" sind möglich? In seinem Titelthema beschäftigt sich das Journal zudem mit der Früherkennung angeborener Erkrankungen noch beim Neugeborenen und dem Umgang mit pflegebedürftigen Menschen im sehr hohen Lebensalter.

Auch jung bleiben bis ins hohe Alter ist ein Thema. Anti Aging-Programme mit gesunder Ernährung und teuren Medikamenten erwecken den Eindruck unendlicher Lebenserwartung auf höchstem körperlichem und geistigem Niveau. Dafür werden die "Alten" und das ist man ja schon, sobald man jenseits der "werberelevanten Zielgruppe" zwischen 14 und 49 ist, deutlich ins Kreuzfeuer von Werbung und Ratgebermagazinen genommen. Dass Demenz, Alzheimer oder andere altersbedingte Krankheiten diese Erwartungen jäh durchkreuzen können, ist bekannt. Wissenschaftler der Universität Leipzig bieten hierfür neben ihrer Forschungsarbeit auch praktische Hilfestellung: Ein Netzwerk und eine Beratungsstelle für Menschen mit Demenz richtete die Selbstständige Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie ein.

Die Altersstruktur an der Universität Leipzig selbst kann sich immerhin sehen lassen: Die über 3.100 Beschäftigten sind zu gut zwei Dritteln unter 50, und überhaupt: Bei fast 30.000 Studierenden kann sich wohl selbst eine 600-jährige Universität noch immer als junge Universität bezeichnen.

In eigener Sache:
Mit diesem Journal melde ich mich als Pressesprecherin der Universität Leipzig aus dem Babyurlaub zurück und schreibe zugleich das vorläufig letzte Editorial. Zukünftig wollen wir an dieser Stelle dem Rektorat bzw. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern Gelegenheit geben, ihren Standpunkt zum jeweiligen Titelthema darzulegen. Auf eine gute Zusammenarbeit für das Jahr 2010!


Dr. Manuela Rutsatz, Leiterin der Pressestelle

Inhalte und Auflage

Das "Journal" der Universität Leipzig erscheint sechs Mal pro Jahr und wendet sich einerseits an alle Hochschulangehörigen, also Wissenschaftler, Studierende sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, andererseits aber auch an die Freunde und Förderer der Universität, an Alumni und Emeriti sowie nicht zuletzt an die interessierte Öffentlichkeit.

Die Zeitschrift bietet eine Mischung aus Informationen zum aktuellen Universitätsgeschehen und Beiträgen zur Forschung, Hochschulpolitik, Geschichte sowie zum studentischen und kulturellen Leben an der Universität. Ziele und Akteure stehen im Mittelpunkt des "Journals" und prägen es durch ihre Geschichten, Forschungen, Themen. Nicht die Tagesaktualität ist dabei ausschlaggebend, sondern die Kommunikation wegweisender Projekte der Hochschule.

Das Journal erscheint in einer Auflage von 10.000 Exemplaren und liegt an zentralen Stellen auf dem Universitätsgelände aus. Dank entsprechender Vereinbarungen mit der Stadt Leipzig und der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH ist das "Journal" auch im Rathaus, in den Bürgerämtern und in der Tourist-Information in der Richard-Wagner-Straße erhältlich. Sollte es vergriffen sein, sind weitere Exemplare meist in der Pressestelle der Universität erhältlich. Die Redaktion freut sich über Themenanregungen und Meinungsaustausch per E-Mail an journal(at)uni-leipzig.de.


letzte Änderung: 27.01.2010 

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