Buchmesse- Akademie  

15. Leipziger Buchmesse-Akademie

13.-16. März 2014

10:30-17:00 Uhr

Neue Messe, Halle 3, Stand G201/H200

Die Leipziger Buchmesse ist in jedem Frühjahr das Ereignis der Buch- und Medienbranche und zieht zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland an. Unverwechselbar für Leipzig ist dabei die Verbindung von Messe und dem Lesefest "Leipzig liest". Dieses gilt mit über 1800 Veranstaltungen auf dem Messegelände und in der ganzen Stadt als europaweit größtes Festival seiner Art.

Traditionsgemäß präsentiert sich auch die Alma mater Lipsiensis mit der 15. Buchmesse-Akademie auf der Leipziger Buchmesse. Die Universität stellt in diesem Rahmen nicht nur die neuesten wissenschaftlichen Publikationen vor, sie begeistert die Besucher vor allem mit einem spannenden und abwechslungsreichen Programm aus Vorträgen, Präsentationen und Podiumsdiskussionen von und mit führenden Leipziger Forscherinnen und Forschern. Dabei werden wissenschaftliche Entwicklungen und aktuelle Forschungstrends der Universität sowohl für das Fach- als auch für ein breites öffentliches Publikum zugänglich gemacht. Die Buchmesse-Akademie ist damit nicht nur das wissenschaftliche Zentrum der Leipziger Buchmesse, sondern auch der Ort, der die Sphären Öffentlichkeit und Wissenschaft zusammenführt.

An vier Veranstaltungstagen (13.-16.03.2014) bietet die Buchmesse-Akademie ein abwechslungsreiches Programm aus interessanten und mitreißenden Beiträgen aus nahezu allen Bereichen der universitären Forschung. Die Besucher können vier Tage lang in die faszinierende Welt der Wissenschaft eintauchen und dabei aus einem breiten Themenangebot wählen. Es werden innovative Trends aus Medizin, Soziologie und Wirtschaft vorgestellt Auch das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas Erkrankungen (IFB) ist in diesem Jahr mit zwei aktuellen Beiträgen vertreten und wird das Problem des Übergewichts aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Das gesamte Team sowie alle Referenten der Buchmesse-Akademie 2014 freuen sich auf Ihren Besuch!

Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2014

Programm-Übersicht


Mittwoch, 12.03.2014

17:00 Uhr

Eröffnung der Buchmesse-Akademie 2014

Ort: Universität Leipzig, Rektoratsgebäude, Alter Senatssaal, Ritterstraße 26, 04109 Leipzig

Was soll die Gleichmacherei? Ungleichheit der Lebensverhältnisse in Deutschland!
Prof. Johannes Ringel

Kleinstädte, Großstädte, ländlich geprägte Räume, schrumpfende oder wachsende Regionen in Ost- oder Westdeutschland, sie alle weisen besondere Spezifika und Entwicklungspfade auf. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer demographischen und ökonomischen Rahmenbedingungen und den daraus resultierenden Herausforderungen. Gleichzeitig entwickeln sich raumübergreifend neue Lebensstile bspw. beeinflusst durch eine zunehmende Individualisierung und multilokale Lebensweisen. Angesichts dieser Unterschiede stehen die Notwendigkeit gleichwertiger Lebensverhältnisse und ihre Gewährleistung im Fokus der aktuellen Debatte in Politik und Wissenschaft.
Vor dem Hintergrund angespannter kommunaler Haushaltslagen ist es die Aufgabe für alle Akteure in der Stadtentwicklung, unter Beachtung der besonderen lokalen Rahmenbedingungen neue regionalspezifische Standards und Strategien zur Daseinsvorsorge zu entwickeln.

Prof. Johannes Ringel ist Professor für Stadtentwicklung und Institutsdirektor am Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Stadtentwicklung, Stadt und Handel, sowie Architektur und Denkmalschutz.

Donnerstag, 13.03.2014

10:30 Uhr

Krisenbewältigung am Nil - Neue Quellen zur altägyptischen Magie
Prof. Dr. Hans-W. Fischer-Elfert

Das Leben im antiken Ägypten war alles andere als lang und krisenfrei. Die Lebenserwartung war gering, die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Wasser ständig gefährdet. Ursachen dafür wurden nicht selten in übernatürlichen Regionen verortet und mit dämonischem Personal besetzt, das es auf Abstand zu halten galt. Das Spezialgebiet von Hans W. Fischer-Elfert ist unter anderem die Entzifferung altägyptischer medizinischer und magischer Texte. Sein neues Buch "Magika Hieratika", das pünktlich zur Buchmesse im Verlag de Gruyter erscheint, bietet neue Quellen aus der Berliner Papyrussammlung. Daraus werden spannende Rezepte gegen Krankheiten, Amulette zur Abwehr böser Mächte und Kostproben aus der altägyptischen Magie vorgestellt.

Prof. Dr. Hans-W. Fischer-Elfert ist Professor für Ägyptologie an der Universität Leipzig, sowie Geschäftsführender Direktor des Ägyptologischen Instituts / Ägyptischen Museums Georg Steindorff. Sein Spezialgebiet ist unter anderem die Entzifferung altägyptischer medizinischer und magischer Texte.

12:00 Uhr

Zwischen Realismus und Fantastik: Romane und Romanpoetiken seit 2000
Prof. Dr. Moritz Baßler, Prof. Dr. Norbert Otto Eke, PD Dr. Silke Horstkotte, PD Dr. Dirk Werle
Moderation: Prof. Dr. Dieter Burdorf


Wie erzählen Romane der Gegenwart von unserer Wirklichkeit, welche Weltmodelle werden entworfen, welche Schreibweisen gewählt? Diese Fragen stehen im Fokus einer Diskussionsrunde mit Leipziger und auswärtigen Germanisten, deren Ausgangspunkt das Verhältnis von realistischen und fantastischen Poetiken bildet. Fantastische Texte, die eine Unsicherheit über Welt und Wirklichkeit inszenieren, genießen bisher nur wenig Aufmerksamkeit. Wie welthaltig sind Romane, die von Marsreisen, von Geistersehern, Magie und vom Rückzug in kostbare Innenräume handeln? Wie werden in diesen neuen Romanen ältere Traditionen fantastischen und utopischen Erzählens aufgegriffen? Die Diskussion schließt an die Konferenz "Nennen wir die Zeit jetzt, nennen wir den Ort hier" an, die 2012 auf der Buchmesse Leipzig stattfand, und präsentiert den Band, der aus dieser Konferenz hervorging.

Prof. Dr. Moritz Baßler ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Prof. Dr. Norbert Otto Eke ist Universitätsprofessor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Paderborn.
PD Dr. Silke Horstkotte ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.
Dr. Dirk Werle ist Dozent für Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.
Prof. Dr. Dieter Burdorf ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.

13:00 Uhr

Wenn dein Kind dich morgen fragt… (5. Mose, 6,20) - Gemeinsam mit Kindern auf Sinnsuche gehen
Miriam Beier

Gemeinsam mit Kindern auf Sinnsuche zu gehen heißt, sich auf Fragen einzulassen, auf die es nicht immer eindeutige Antworten gibt. Das kann nachdenklich und heiter stimmen, Erstaunen auslösen, Spaß machen, Stein des Anstoßes sein oder eine ungewöhnliche Sichtweise ermöglichen. Der Vortrag thematisiert die Kunst des philosophischen bzw. theologischen Gesprächs und möchte an Beispielen zeigen, wie gemeinsames Fragen und Antworten gelingen kann.

Miriam Beier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

14:00 Uhr

Kleine Keime, große Wirkung - Lebensmittel-assoziierte Viren
Dr. Thiemo Albert, Prof. Dr. Dr. Thomas Vahlenkamp, Dr. Reimar Johne

Durch kontaminierte Tiefkühl-Erdbeeren aus China erkrankten im Herbst 2012 über 11.000 Menschen in Deutschland am Norovirus. Dies zeigt, welche gravierenden Auswirkungen Verunreinigungen von Lebensmitteln mit Viren haben können. Im Fokus aktueller Forschungsaktivitäten zu diesem Thema stehen neben Noroviren auch eine Reihe anderer Erreger. Beispielhaft sei hier das Hepatitis E-Virus zu nennen. Darüber hinaus besteht die Gefahr des Auftretens neuer Viren beim Menschen, die ursprünglich nur in Tieren vorkamen (z.B. SARS und H5N1). Im Blickpunkt der Forschung stehen derzeit vor allem die Entwicklung moderner Verfahren zum Virusnachweis in Lebensmitteln sowie Untersuchungen zur Virusstabilität bei verschiedenen Herstellungsverfahren von Lebensmitteln. Die Forschungsergebnisse sollen die Sicherheit von Lebensmitteln erhöhen und können somit einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz leisten.

Dr. Thiemo Albert ist Fachtierarzt für Lebensmittelhygiene am Institut für Lebensmittelhygiene der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Prof. Dr. Dr. Thomas W. Vahlenkamp ist Direktor des Institutes für Virologie der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Er ist Fachtierarzt für Virologie, Bakteriologie und Mykologie, sowie Immunologie.
Dr. Reimar Johne ist Wissenschaftler am Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin in der Abteilung "Biologische Sicherheit" und beschäftigt sich mit Lebensmittel-assoziierten Viren. Zudem leitet er das "Nationale Referenzlabor für die Überwachung von Viren in zweischaligen Weichtieren" und wurde 2012 zum "Außerplanmäßigen Professor" an der Universität leipzig berufen.

15:00 Uhr

Hermann Ilgen - Der Millionär und die Wunderpille
Dr. Jens Blecher

Wie wurde aus einem Wurzener Schustersohn ein Multimillionär? Aus seinem Lebensweg hat der 1856 geborene Hermann Ilgen stets ein Geheimnis gemacht. Aufgewachsen in kleinbürgerlichen Verhältnissen, schaffte er den Sprung vom Apothekerlehrling zum Studium der Pharmazie in Leipzig. Hier entwickelte er seine geheimnisvolle Wunderpille und verdiente damit ein Vermögen. Kinderlos gestorben, hat er mit seiner Frau zahlreiche millionenschwere Stiftungen für Architektur, Kunst und Wissenschaft gegründet. Dem Leben und Wirken von Hermann Ilgen (1856-1940) ist eine Biographie gewidmet, die verblüffende Einblicke in das spannende Leben des erfolgreichen Selfmademans und Millionärs gewährt.

Dr. Jens Blecher ist der Direktor des Universitätsarchivs Leipzig. Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

16:00 Uhr

Wozu (heute) Völkerschlachten? - Vom Theater der Wiederholung
Prof. Dr. Günther Heeg, Dr. Micha Braun, Lars Krüger, Helmut Schäfer

Schlachten-Reenactments, in den USA schon seit langem beliebt, finden auch in Europa in wachsendem Maße Anklang. Dies zeigte im Oktober 2013 die Nachstellung des historischen Gefechts der Völkerschlacht bei Leipzig. Materielle Nachstellungen von politischen Ereignissen, Auseinandersetzungen und Verbrechen stoßen ebenso auf ein breites und interessiertes Publikum wie die mediale Aneignung der Vergangenheit in Theatertexten, Filmen, Docutainment-Formaten oder Ausstellungen. Es scheint, als sei die Wiederaufführung der Geschichte zu einem Paradigma der Erinnerungskultur und des Gegenwartstheaters geworden. Im Sammelband "Reenacting History: Theater & Geschichte" beschreiben und analysieren die Autorinnen und Autoren die Theorie und Praxis des künstlerischen Reenactments.

Prof. Dr. Günther Heeg ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und Leiter des DFG-Forschungsprojekts "Das Theater der Wiederholung. Zum Verhältnis von Theaterhistorismus und künstlerischer Praxis des Reenactments".
Dr. Micha Braun ist wissenschaftlicher Assistent am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.
Lars Krüger ist Dramaturg und Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros am Theater der jungen Welt Leipzig.
Helmut Schäfer istDramaturg und Mitglied der künstlerischen Leitung am Theater an der Ruhr Mülheim.

Freitag, 14.03.2014

10:30 Uhr

Werden unsere Kinder immer dicker und kränker?
PD Dr. Susann Blüher, Jana Markert, Sabine Herget

Rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen hierzulande sind zu schwer, über sechs Prozent sogar krankhaft übergewichtig (adipös). Was oft als Babyspeck verharmlost wird, kann gesundheitlich bereits bedenklich sein und die Weichen für spätere Erkrankungen stellen. Einerseits sollen Kinder nicht mit Diäten drangsaliert werden, andererseits gilt es aber gesundheitliche Risiken abzubauen. Susann Blüher und ihr Forschungsteam erläutern, warum vor allem die bauchbetonte Adipositas schon bei Kindern und Jugendlichen mit einem deutlich erhöhten Krankheitsrisiko einhergeht. Die Adipositas-Expertinnen forschen unter anderem im Bereich der Prävention von Übergwicht und Adipositas.

PD Dr. Susann Blüher ist Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. Sie ist die wissenschaftliche Leiterin der Arbeitsgruppe Präventive Medizin des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum Adipositas Erkrankungen Leipzig (IFB).
Jana Markert ist als Ernährungswissenschaftlerin und -beraterin wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Präventive Medizin des IFB Leipzig.
Sabine Herget ist Gesundheitswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Präventive Medizin des IFB Leipzig.

12:00 Uhr

Stromautobahnen für Deutschland: Probleme der Netzplanung und des Netzausbaus
Prof. Dr. Kurt Faßbender, Prof. Dr. Tobias Leidinger, Dr. Hans-Jörg Schulze

Wie kommt der Strom sicher und zuverlässig zu den Verbrauchern? Wie kann eine hinreichende Versorgungssicherheit auch künftig gewährleistet werden? Dies sind nur zwei der Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Umsetzung der Energiewende in Deutschland stellen. Unser bestehendes Energieleitungsnetz ist den damit verbundenen Anforderungen nach allgemeiner Auffassung nicht mehr gewachsen. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, muss immer mehr Strom von Nord nach Süd transportiert, sowie eine Vielzahl kleiner, dezentraler Stromerzeugungsanlagen ins Netz integriert werden. In diesem Zusammenhang wurde die Schaffung neuer Regelungen notwendig. Doch sind die Konflikte und Rechtsprobleme dadurch nicht weniger geworden! Vor diesem Hintergrund entstand ein Praxishandbuch "Netzplanung und Netzausbau", welches im Rahmen einer Buchpräsentation und anschließender Diskussion vorgestellt wird.

Prof. Dr. Kurt Faßbender ist Professor für Öffentliches Recht, insbesondere Umwelt- und Planungsrecht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig.
Prof. Dr. Tobias Leidinger ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, sowie Honorarprofessor und Direktor des Instituts für Berg- und Energierecht der Ruhr-Universität Bochum.
Dr. Hans-Jörg Schulze ist Rechtsanwalt und Counsel bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP im Bereich Umwelt, Planung, Regulierung und Lehrbeauftragter für Umweltrecht an der Hochschule Rhein-Waal.

13:00 Uhr

Depression im Kindesalter: ein unterschätztes Problem?
Dr. Stephanie Stadelmann, Sonia Jaeger, Dr. Mirko Döhnert, Prof. Dr. Kai von Klitzing

Depressive Erkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Oftmals zeigen sich bereits in der Kindheit erste Vorläufersymptome. Wie können wir die "leise" Erkrankung Depression bei Kindern erkennen? Warum erkranken manche Kinder und andere nicht? Welche Risikofaktoren kennen wir und welche schützenden Umstände gibt es? Der Vortrag von Wissenschaftlern der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters des Universitätsklinikums Leipzig wird über die Besonderheiten der Erkrankung bei Kindern und den aktuellen Erkenntnisstand informieren. Darüber hinaus werden erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "LIFE Child Depression" als ein Teilprojekt des Leipziger Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen (LIFE), vorgestellt.

Dr. Stephanie Stadelmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Universität Leipzig.
Sonia Jaeger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Universität Leipzig.
Dr. Mirko Döhnert ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Er ist Leiter der Abteilung Tagesklinik und Ambulanz der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes/Jugendalters.
Prof. Dr. Kai von Klitzing ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie Psychotherapie und Psychoanalyse. Er ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Universität Leipzig.

14:00 Uhr

Die Leipziger Notenspur - Musiktradition hör- und erlebbar machen
Prof. Dr. Eszter Fontana, Dr. Elke Leinhoß

Leipzig ist bekannt für seine überaus reiche Musikgeschichte. Hier lebten und wirkten musikalische Größen wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelsohn Bartholdy, Richard Wagner oder das Ehepaar Schumann. Diese Musiktradition erlebbar und hörbar zu machen, ist das Anliegen der Leipziger Notenspur-Initiative. Das Projekt der Leipziger Notenrouten, von denen bislang die Leipziger Notenspur erfolgreich umgesetzt wurde, ist ein langfristig angelegtes Vorhaben. Dabei soll die außergewöhnliche Leipziger Musiktradition und -gegenwart mit Stadtentwicklung und Architektur in Verbindung gebracht werden. Bei den konzeptionellen Vorarbeiten zur Entwicklung von Notenspur, Notenrad und Notenbogen waren wissenschaftliche und auch detektivische Fähigkeiten gefragt, deren spannende Ergebnisse in diesem Rahmen vorgestellt werden.

Prof. Dr. Eszter Fontana war Direktorin des Museums für Musikinstrumente der Universität Leipzig von 1995-2013. Sie unterstützte das Projekt der Leipziger Notenspur von Anfang an.
Dr. Elke Leinhoß ist die Geschäftsstellenleiterin des Notenspur-Fördervereins e.V.

15:00 Uhr

Macht nüschd, HDGDL - Sprachgebrauch in den ‚neuen Medien'
Prof. Dr. Beat Siebenhaar

Der Sprachgebrauch in der mobilen schriftbasierten Kommunikation steht immer wieder im Verdacht, die Schrift-, Standard- oder Literatursprache zu verderben. Bislang lässt sich das aber nicht belegen. Es zeigt sich eher, dass heute viel mehr geschrieben wird als früher. Die ‚alte' Schriftlichkeit bleibt dabei weitgehend bewahrt. Durch die ‚neuen Medien' sind die Möglichkeiten, Schrift zu verwenden, stark erweitert worden: "Wir schreiben miteinander" hat eine neue Bedeutung bekommen. Es drückt aus, dass Schreiben zu einer zeitnahen, interaktiven Kommunikationsform wird. Entsprechend passt sich der Sprachgebrauch diesen Kommunikationsformen an. Im Vortrag sollen diese Besonderheiten aufgezeigt werden. Mit dem Blick auf den Schweizer Schwerpunkt der Buchmesse werden zudem Unterschiede im Schriftgebrauch in bundesdeutschen und Deutschschweizer SMS betrachtet.

Prof. Dr. Beat Siebenhaar ist Universitätsprofessor für Germanistische Linguistik mit dem Schwerpunkt Varietätenlinguistik am Institut für Germanistik der Universität Leipzig.

16:00 Uhr

Krise konkret: Die einen diskutieren die Eurokrise, die anderen leben mit ihr!
Dr. Jenny Preunkert, Prof. Dr. Georg Vobruba

In der Bundesrepublik kennt man die Eurokrise aus der Zeitung und dem Fernsehen. In Portugal jedoch erlebt man sie im Alltag. Wie hat sich Portugal in der Eurokrise entwickelt? Was sagt die Statistik, wie viel Krise ist sichtbar und was lässt sich auch vor Ort nur vermuten? Dies offenbart ein Erfahrungsaustausch mit Experten, die zugleich Betroffene sind! Die Wissenschaftler berichten aus einem Seminar über die Eurokrise, das von Soziologen aus Lissabon und Leipzig in beiden Städten durchgeführt wurde.

Dr. Jenny Preunkert ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Leipzig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Europasoziologie, Europäische Sozialpolitik und Politische Soziologie.
Prof. Dr. Georg Vobruba ist Emeriti am Institut für Soziologie der Universität Leipzig. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Soziologie der Sozialpolitik, Soziologische Europaforschung, Politische Soziologie und Theorie der Gesellschaft.

Samstag, 15.03.2014

10:30 Uhr

Faul, lustig oder gemütlich? - Vorurteile bei Übergewicht mit Folgen
Dr. Claudia Sikorski, Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller

Wer kennt ihn nicht, den Gedanken "Die sollte aber aufhören zu essen", wenn man einer stark übergewichtigen Frau im Restaurant gegenüber sitzt. "Iss einfach weniger und bewege dich mehr" - solche gut gemeinten Ratschläge hat schon jeder Mensch mit zu vielen Pfunden gehört. Wenn Übergewichtige dann nicht abnehmen, wird dies oft mit Willensschwäche verwechselt. Die große Mehrheit der Bevölkerung denkt so; viele Betroffene berichten von Ablehnung und Spott. Warum ist das so? Wo liegen die Ursachen, starkes Übergewicht als Erkrankung anzuerkennen? Während im Vortrag Vorurteile der Allgemeinbevölkerung und ebenso von Ärzten und Pflegepersonal beleuchtet werden, kommen im zweiten Teil der Veranstaltung auch Betroffene zu Wort. "Es ist schwieriger, Vorurteile zu zertrümmern als Atome" befand schon Albert Einstein - diese Veranstaltung soll sensibilisieren und Wege aus den Vorurteilen aufzeigen.

Dr. Claudia Sikorski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialmedizin, Ar-beitsmedizin und Public Health in der Arbeitsgruppe Public Health: Epidemiologie und Versorgungsforschung und am IFB AdipositasErkrankungen der Universität Leipzig.
Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller ist Professorin für Sozialmedizin und Leiterin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health der Universität Leipzig.

12:00 Uhr

Wie sich Wissen ordnet und bündelt: Jüdische Enzyklopädien im 20. und 21. Jahrhundert
Dr. Arndt Engelhardt, Dr. Markus Kirchhoff
Moderation: PD Dr. Jörg Deventer

Je größer und unüberschaubarer die Wissensproduktion im digitalen Zeitalter wird, desto wichtiger erscheint ein Nachdenken darüber, welche Rolle und Bedeutung gedruckten Enzyklopädien in Zukunft zukommt. Wie sollten diese beschaffen sein, um neben der kostenfreien Online-Konkurrenz zu bestehen? Welche Formen der Wissenspräsentation nutzen aktuelle und historische Enzyklopädien? Nach dem Aus für die Print-Veröffentlichung der "Encyclopædia Britannica" (2012) und der Brockhaus Enzyklopädie (2013) werden solche Fragen am Beispiel der in Leipzig entstehenden "Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur" (EJGK) diskutiert. Markus Kirchhoff gibt einen Einblick in Ziele und Gesamtkonzeption dieses Vorhabens. Der Historiker Arndt Engelhardt stellt die Ergebnisse seiner Studie über die ab 1928 in Berlin erschienene "Encyclopaedia Judaica" vor - ein Unternehmen, das 1934 aufgrund der Zeitereignisse eingestellt werden musste und unvollendet blieb.

Dr. Arndt Engelhardt ist geschäftsführender Assistent am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.
Markus Kirchhoff ist Leiter des Akademieprojekts "Europäische Traditionen - Enzyklopädie jüdischer Kulturen" am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.
PD Dr. Jörg Deventer ist leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter und Stellvertreter des Direktors (geschäftsführend) am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig.

13:00 Uhr

Heiße Nanoteilchen - Von der heißen Brownschen Bewegung zum lasergesteuerten Nanoroboter
Prof. Dr. Klaus Kroy, Prof. Dr. Frank Cichos

Kocht Wasser immer bevor Gold schmilzt? Eine Fata Morgana als Nano-Motor, geht das? Wie funktioniert ein janusgesichtiger Mikroschwimmer? Entkommt er dank eines Maxwell'schen Dämons der heißen Brownschen Bewegung? Zwei Leipziger Physiker, ein Experimentator und ein Theoretiker, diskutieren diese und andere heiße Themen und Perspektiven der Nanowissenschaft und laden die Messebesucher ein, selbst experimentierend nach Antworten zu suchen.

Prof. Dr. Klaus Kroy ist Professor in der Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Institut für Theoretische Physik in der Forschergruppe Theorie der weichen Materie.
Prof. Dr. Frank Cichos ist Professor in der Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Institut für Experimentelle Physik 1 in der Forschergruppe Molekulare Nanophotonik.

14:00 Uhr

Mehr als Darwinismus - Evolutionsbiologie heute
Dr. Veiko Krauß

Zahlreiche populäre Darstellungen evolutionärer Vorgänge haben nur wenig mit dem heutigen Stand der Wissenschaft zu tun. Die natürliche Auslese wird gerne übermäßig betont oder grundsätzlich als Treibkraft der Evolution in Frage gestellt. Veiko Krauß erläutert, warum Evolution ausschließlich innerhalb von Organismen stattfindet, dass kein Lebewesen einschließlich des Menschen dem evolutionären Wandel entkommen kann, dass Leben aber Beständigkeit der Veränderung vorzieht und dass demnach Evolution in einer erzwungenen Bewegung gegen beharrende Kräfte besteht. Dessen ungeachtet genügt eine kleine Klimaerwärmung, um einzeln lebenden Bienen das Leben in und für die Gemeinschaft schmackhaft zu machen.

Dr. Veiko Krauß ist Koordinator des Studiengangs Quantitative und Theoretische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

15:00 Uhr

Barack Obama - Der Mensch und seine Reden
Markus Voss

Barack Obama, wie immer man zu ihm steht, redet eindrücklich: seine Reden sind ein kulturelles Phänomen unseres Jahrzehnts. Aufgrund ihrer immensen Rezeption üben sie eine politische Wirkung auf die öffentliche Diskussion aus und werden schon heute in vielen Schulbüchern abgedruckt. Und Obama redet viel. Über 2500 öffentliche Statements sind bis dato zugänglich: manche sind kurze Gelegenheitskommentare über Personalentscheidungen, andere situative Kommentare wie beim Tod Bin Ladens, wieder andere groß angelegte Programmatiken wie zur Nobelpreisverleihung. Doch nur wenige wissen: Obama redigiert und schreibt bis heute viele seiner Reden selbst. Zusammen mit weiteren Blicken hinter die Kulissen erlaubt das intime Einblicke in den Alltag, das Denken und Fühlen, in die Macht, Einsamkeit und Ohnmacht des US-Präsidenten.

Der Jenaer Theologe Markus Voss hat bisher 2300 Reden Obamas systematisch untersucht und schreibt derzeit in Deutschland und Washington, D.C. an einem Buch über den Menschen und Redner Barack Obama.

16:00 Uhr

Pflanzenschutzmittel in der Nahrungskette - Kollateralschäden unberücksichtigt?
Prof. Dr. Monika Krüger

Das Totalherbizid Glyphosat ist der wasserlösliche, hitzestabile Wirkstoff im kommerziellen Produkt "Roundup". Glyphosat kommt in gentechnisch veränderten Pflanzen wie Soja, Mais etc. vor und kann damit in den Körper von Tieren und Menschen gelangen. Zwar wurden von der EU Rückstandshöchstwerte für Futter und Lebensmittel festgelegt, unbekannt ist jedoch welche Auswirkungen permanent aufgenommene geringe Konzentrationen des Wirkstoffes haben. Glyphosat tötet Pflanzen ab, indem es in den Shikiminsäurestoffwechsel eingreift. Dieser kommt bei Menschen und Tieren nicht vor, jedoch bei zahlreichen Bakterien, Pilzen und Algen, die wiederum sowohl für die Bodenfruchtbarkeit, als auch die Verdauung von großer Bedeutung sind. Mindererträge in der Landwirtschaft, sowie Erkrankungen bei Mensch und Tier können die Folge sein. Dennoch zeigen Nachweise in Urinen, dass dieses Herbizid sehr häufig in der Landwirtschaft eingesetzt wird und in Futter- und Lebensmitteln vorkommt.

Prof. Dr. Monika Krüger ist Fachtierärztin für Mikrobiologie und Weiterbildungsermächtigte für den FTA für Mikrobiologie. Sie ist Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Sonntag, 16.03.2014

10:30 Uhr

Papyrus Ebers - Kandidat für das Weltdokumentenerbe der UNESCO
Prof. Dr. Reinhold Scholl

Der Papyrus Ebers in der Leipziger Universitätsbibliothek ist mit 18,63 Metern Länge und 0,30 Metern Höhe weltweit die längste und wichtigste Buchrolle zur altägyptischen Heilkunde. Sie ist als einzige vollständig erhalten und zudem die qualitativ beste und kalligraphisch schönste Papyrusrolle. Das Konzept, das den Menschen in seiner Gesamtheit als Gegenstand der Heilkunde im Blick hat, mutet ganz modern an. 879 Einzeltexte, verteilt auf 108 Kolumnen beschreiben über 80 Krankheitsbilder sowie Heilmittel zu deren Behandlung. Religion, Magie und Wissenschaft (Empirie) sind durch den Papyrus Ebers auf besondere Weise miteinander verbunden. Reinhold Scholl berichtet über diese weltweit einzigartige Papyrusrolle, deren Erwerb durch den Leipziger Ägyptologen und Romanautor Georg Ebers auch Vorlage für einen Abenteuerfilm abgeben könnte.

Prof. Dr. Reinhold Scholl ist Kustos der Papyrus- und Ostrakasammlung der Universitätsbibliothek Leipzig mit den Forschungsschwerpunkten Hellenismus, Antike Sklaverei, Spätantike und natürlich Texten aus dem "Wüstensand".

12:00 Uhr

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?
Prof. Dr. Andreas Dietz

 "Enhancement" bezeichnet den Drang bzw. gesellschaftspolitischen Druck, sich besser darzustellen. Am Beispiel der ästhetischen Nasenkorrektur werden Sinn- und Unsinn bzw. Schönheit und Schönheitswahn kritisch hinterfragt. Warum erleben wir aktuell eine steigende Nachfrage nach Schönheitsoperationen der Nase? Kein geringerer als Picasso selbst hat in seinem sehr berühmten Bild "Mädchen im Spiegel" in beeindruckender Weise dargestellt, wie die Eigen- und Fremdwahrnehmung differieren kann. Sein einziger Kommentar zu dem Bild war "es gibt viele Kopien und wenig Originale". Aktuell erleben wir "Enhancement" in vielen Bereichen, daneben gibt es jedoch auch einige nachvollziehbare Gründe für eine Nasenkorrektur. Arzt und Patient müssen hier eine Balance schaffen, denn es geht nicht nur um eine einfache chirurgische Maßnahme, sondern ein hoch komplexes Feld aus Erwartungen, Hoffnungen, Selbstwahrnehmung und vermeintlicher Persönlichkeitsstärkung.

Prof. Dr. Andreas Dietz ist Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Er ist der Direktor der Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig.

13:00 Uhr

Lebensbedrohliche Immundefekte bei Neugeborenen: Sofort erkennen und behandeln!
Prof. Dr. Michael Borte, Dr. Stephan Borte, Gabriele Gründl
Moderation: Prof. Dr. Ulrich Sack

Schwere angeborene Immundefekte können unbehandelt bereits im ersten Lebensjahr zum Tod führen. Schätzungen gehen von einem betroffenen Kind auf 20.000 bis 30.000 Geburten aus. Doch weil diese Immundefekte häufig nicht erkannt werden, taucht eine Vielzahl von Patienten in den Statistiken gar nicht auf. Die Folge sind lebensbedrohliche Erkrankungen oder dauerhafte Schäden. Das Translationszentrum für Regenerative Medizin der Universität Leipzig hat einen Bluttest entwickelt, mit dem angeborene Immundefekte unmittelbar nach der Geburt festgestellt und sofort behandelt werden können. Derzeit bietet das Leipziger Klinikum St. Georg den Test kostenlos allen Eltern an, die ihr Kind dort zur Welt bringen möchten. Ziel ist es, den Test auf Immundefekte in das routinemäßige Neugeborenenscreening aufzunehmen.

Prof. Dr. Michael Borte ist Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Chefarzt des Fachbereiches Pädiatrische Rheumatologie, Immunologie und Infektiologie des Klinikums "St. Georg" GmbH Leipzig.
Dr. Stephan Borte ist Wissenschaftler am Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) und Leiter des Projektes "Neugeborenenscreening für angeborene Immundefekte".
Gabriele Gründl ist Bundesvorsitzende der Deutschen Selbsthilfe für angeborene Immundefekte (dsai e.V.).
Prof. Dr. Ulrich Sack ist Facharzt für Immunologie und stellvertretender Direktor des Translationszentrums für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig.

14:00 Uhr

Die Kunst ist lang, das Leben kurz!
Prof. Dr. Charlotte Schubert, Prof. Dr. Wieland Kiess

"Die Kunst ist lang, das Leben kurz, das Urteil schwierig, die Gelegenheit flüchtig. Handeln ist leicht, Denken schwer, nach dem Gedachten handeln unbequem" - mit dieser Reverenz an den antiken Arzt Hippokrates beginnt der berühmte Lehrbrief in Wilhelm Meisters Wanderjahren von Goethe. Trifft diese Zustandsbeschreibung gleichermaßen die Ausbildung der antiken Ärzte wie auch die der heutigen Mediziner? Hat sich unser Bildungsverständnis in 2500 Jahren nicht weiterentwickelt? - Unter diesem Leitthema werden folgende Fragen diskutiert: Evidenz-basierte Medizin oder ärztliche Kunst? Empathie und sich Kümmern? Technik und Prozeduren? Weniger ist manchmal mehr? - Hat sich die Medizin im Wandel der Gesellschaft mitentwickelt?

Prof. Dr. Charlotte Schubert ist Professorin am Historischen Seminar, Lehrstuhl für Alte Geschichte der Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaften der Universität Leipzig.

Prof. Dr. Wieland Kiess ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Leipzig.

15:00 Uhr

Tippgemeinschaft 2014
Katherin Bryla, Lukas Lehfuss, Chris Michalski

Die unabhängige Jahresanthologie "Tippgemeinschaft" der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig ist wie ein Gang durch eine kleine Buchhandlung; ob Prosa, Lyrik oder Dramatik - sie vereint in sich die Vielstimmigkeit junger Gegenwartsautoren und -autorinnen. Zum 12. Mal erscheint pünktlich zur Buchmesse die druckfrische Ausgabe.

Katherin Bryla, Lukas Lehfuss, Chris Michalski sind Studierende des Deutschen Literaturinstituts.

Zusätzliche Veranstaltungen

Zusätzliche Veranstaltungen der Universität Leipzig im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2014

"Leipzig liest" ist mit Veranstaltungen an der Universität Leipzig zu  Gast (Beispiele):

13. März von 18:00 bis 20:00 Uhr, Universität Leipzig,  Universitätsstr. 1 (Hörsaalgebäude), 04109 Leipzig, Hörsaal 8, Lesung: Prof. Dr. Luise F. Pusch „Geschlecht und Gerecht“, Veranstaltung des Gleichstellungsbüros der Universität Leipzig und dem Referat für Gleichstellung der Stadt Leipzig

14. März von 19:30 bis 21:00 Uhr, Buchkindergarten Leipzig (Josephstraße 9-11, 04177 Leipzig), Lesung: Christina Mundlos „Mütterterror – Angst, Neid und Aggressionen unter Müttern“, Veranstaltung des Gleichstellungsbüros der Universität Leipzig und der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen e.V.

14. März, LIFE Forschungszentrum (Philipp-Rosenthal-Str. 27, 04103 Leipzig), Lesungen: Salah Naoura „Hilfe! Ich will hier raus!“ (Dressler Verlag) und Giulia Enders „Darm mit Charm“ (Ullstein HC verlag)

13. März, 20:00 Uhr, Bibliotheca Albertina (Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig) im Lesesaal West, Lesung: Colum McCann „Transatlantik“ (Rowohlt Verlag)

14. März, 19:00 Uhr, Bibliotheca Albertina (Fürstenzimmer), Lesung: Roberto Gado und Camille Luscher „Wenn das Original zwei sind“, Veranstaltung der Universitätsbibliothek Leipzig und der Weltlesebühne  e.V.

14. März, 19:30 Uhr, Bibliotheca Albertina, Lesesaal West, Lese-Abend der Preisträger der Stiftung Joseph Breitbach mit Brigitte Kronauer und Georges-Arthur Goldschmidt

15. März, 19:30 Uhr, Bibliotheca Albertina, Lesesaal West, Lesung: Hans Ulrich Treichel „Frühe Störung“ (Suhrkamp Verlag)

15. März, 20:00 Uhr, Bibliotheca Albertina, Historischer Lesesaal, Lesung: Margaret Atwood und Katharina Hartwell „Die Geschichte von Zeb“

Die Buchwissenschaft der Universität Leipzig ist bei der diesjährigen Buchmesse mit einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen vertreten:

12. März, 16:00 bis 17:30 Uhr, Commerzbank (Thomaskirchhof 22, 04109 Leipzig), Eröffnung: Messeempfang der Leipziger Buchwissenschaft: Inselbücher aus der Schweiz mit Julia Vermes und Siegfried Lokatis

13. März, 16:00 bis 17:00 Uhr, sowie Freitag, 14. März, 10:00 bis 11:00 Uhr, Commerzbank (Thomaskirchhof 22, 04109 Leipzig), Führung: Hier gibt es die Inselbuch-Plakate!

13. März, 16:00 bis 17:00 Uhr, Commerzbank (Thomaskirchhof 22, 04109 Leipzig), Buchvorstellung: Hans Mommsen, Götz Aly „Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa“ (Wallenstein Verlag)

13. März, 19:30 Uhr, Großer Anatomie-Hörsaal, Universität Leipzig, Liebigstraße/Ecke Nürnberger Straße Lesung: Gerhard Starke „Ich musste sie töten – Die Abgründe des Dieter Zurwehme und andere Kapitalverbrechen“

14. März, 11:00 bis 12:00 Uhr, „Studium rund ums Buch“, Halle 5, Stand C510, Diskussion: Verlagsarchive der Zukunft mit Thekla Kluttig

14. März, 16:00 bis 17:00 Uhr, „Studium rund ums Buch“, Halle 5, Stand C510, Empfang: Flachware hoch drei und Absolvententreffen

14. März, 19:00 Uhr, Tangomanie, Grafischer Hof (Reudnitzer Straße 1 -7 04103 Leipzig), Gespräch: Ingeborg Quaas und Adolf Muschg: „Weil mir bei ‚Volk und Welt‘ wohl ist ...“ Schweizer Literatur in der DDR

16. März, 11:00 bis 12:00 Uhr, „Studium rund ums Buch“ Halle 5, Stand C510, Digitale Führung mit Klaus Schuhmann: Die Buchstadt Leipzig

Auch der Leipziger Universitätsverlag ist bei der diesjährigen Buchmesse mit einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen vertreten:

13. März, 15:00 bis 15:30 Uhr, Sach- und Fachbuchforum, Halle 3, Stand H300, Vortrag mit Diskussion: Reiner Schmidt „Wirklichkeitsnahe Zukunftssicherung“

13. März, 19:00 Uhr, Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ (Dittrichring 24, 04109 Leipzig), Lesung und Gespräch: Dietmar Rummel und Gabriele Beyler „Die (Zellen-)Tür schlägt zu“

14. März, 11:30 bis 12:00 Uhr, Café Europa, Halle 4, E401, sowie 19:00 Uhr im Polnischen Institut Leipzig (Markt 10, 04109 Leipzig), Gespräch: Prof. Dr. Marek Halub, Dr. Wolfgang Thierse, Prof. Dr. Matthias Weber „Mein Schlesien – Meine Schlesier“

14. März, 19:00 Uhr, Galerie EIGEN + ART (Spinnereistraße 7, Halle 5, 04179 Leipzig), Gespräch: Herbert Lange und Dr. Frank Eckart „Die Geschichte der Galerie EIGEN+ART“

15. März, 12:30 bis 13:00 Uhr, Buchhandlung Hugendubel (Petersstraße 12, 04109 Leipzig), sowie 15:30 bis 16:00 im Sach- und Fachbuchforum, Halle 3, H300, Gespräch: Prof. Dr. Otto Altendorfer und Dr. Gerald Diesener „Fußball unter den Augen der Stasi“

15. März, 19:30 Uhr, Universitätsarchiv Leipzig (Prager Straße 6, 04103 Leipzig), Vortrag: Prof. Dr. Günter Hartung: Kafka zum 1. August 1914. Über Krieg und die existentielle Entscheidung im Roman „Der Prozeß“

16. März, 10:00 Uhr, BStU-Außenstelle Leipzig (Dittrichring 24, 04109 Leipzig), Gespräch: Dr. Elise Catrain und Dr. Anita Krätzner „Die Mauer, die Stasi und die Hochschulen“


letzte Änderung: 27.03.2014 
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