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Studiengänge

Archäologie der Alten Welt

Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.)
Master of Arts (M.A.)

Voraussetzungen

Für den Bachelorstudiengang: Kenntnisse in Englisch (mind. B1), Kenntnisse einer alten Sprache (Latinum, Graecum) oder einer weiteren modernen Fremdsprache (mind. B1)
Für den Masterstudiengang: Bachelorabschluss erforderlich; Englisch B1, zwei weitere moderne oder alte Sprachen (Latein oder Altgriechisch) B1; für Spezialisierung Klassische Archäologie Latinum oder Graecum; für Spezialisierung Ur- und Frühgeschichte müssen zwei der drei Sprachen moderne europäische Sprachen sein (beide B1); für diese Spezialisierungsrichtung ist zusätzlich Grabungserfahrung (entweder 10 LP oder durch Bescheinigung der Grabungsleitung, Umfang 4 Wochen) nachzuweisen; Eignungsfeststellungsprüfung

Beschreibung

Der Studiengang Archäologie der Alten Welt beschäftigt sich mit den gegenständlichen, visuell erfassbaren Hinterlassenschaften vergangener Epochen. Dies umfasst die Erschließung von Funden und Befunden, beispielsweise durch archäologische Prospektion, Survey und Ausgrabung, ihre systematische Dokumentation, Ordnung (Typologisierung und Katalogisierung) und Beschreibung (Form- und Stilanalyse). Diese Methoden und Techniken bilden die Grundlage für die Interpretation des Materials als Zeugnis vergangener Kulturen und für das Verständnis kulturellen Wandels.
Im Rahmen des Studiums kann zwischen zwei unterschiedlichen Schwerpunkten gewählt werden.
A) Klassische Archäologie
Die Klassische Archäologie erforscht die materielle Kultur der griechisch-römischen Antike einschließlich ihrer Vorstufen und Nachwirkungen. Der chronologische Rahmen reicht damit von der minoisch-mykenischen Zeit (ab ca. 2000 v.Chr.) bis in die Spätantike (bis ca. 500 n.Chr.). In diesem Zeitrahmen hat die griechische und römische Kultur den gesamten Mittelmeerraum erfasst, ihr Einfluss reicht weit bis in den Norden (Britannien, Germanien) und in den Osten (Donau, Schwarzmeer, Indus). In diesem geographischen und chronologischen Horizont stehen für die Erschließung der antiken Kulturen neben archäologischen Funden und Befunden vielfach literarische Überlieferungen, inschriftliche Quellen und Münzen zur Verfügung. Alle diese verschiedenartigen Quellen können und müssen für die Analyse übergreifender historischer Fragestellungen herangezogen werden.
B) Ur- und Frühgeschichte
Die Ur- und Frühgeschichte befasst sich mit den Abschnitten menschlicher Geschichte, die nicht oder nicht ausreichend durch schriftliche Quellen erhellt werden. Sie umfasst damit einen weiten Zeitraum vom Tier-Mensch-Übergangsfeld vor ca. 5 Mio. Jahren, über die Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis etwa 1000 n.Chr., aber auch darüber hinaus. In Abhängigkeit von der untersuchten Epoche kann der  räumliche Untersuchungsbereich über Europa hinaus bis Afrika und in den Vorderen Orient reichen. Anhand der materiellen Hinterlassenschaften versucht die Ur- und Frühgeschichte, längst vergangene Kulturen zu beschreiben und zu deuten. Grundlagen hierfür bilden Ausgrabung und Prospektion, Quellenaufbereitung und Quellenkritik sowie die anschließende Auswertung und Interpretation von Befunden und Funden in ihrem Kontext. Zur Deutung des archäologischen Materials und zur Rekonstruktion kultureller Zusammenhänge werden quantitative (Statistik), naturwissenschaftliche (Archäozoologie und Archäobotanik,) und erkenntnistheoretische Methoden (Analogieschluss und historische Soziologie) herangezogen. 
 

Abschluss Zulass.-
beschr.
Studien-
beginn
Regel-
stud.zeit
Studien-
führer
Angebot
seit/ab
Bachelor of Arts (B.A.) NCU W 6 PDF WS 2006/07
Master of Arts (M.A.) Eignungsprüfung W 4 PDF WS 2006/07
Study
Archäologie der Alten Welt

letzte Änderung: 09.12.2016 

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Kontakt

Institut für Klassische Archäologie
Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften

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