Aktuelles Programm  


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Kaffee

Kaffee – Sommersemester 2016

„Ohne Gaffee gönn mer nich gämpfn!“ soll die lapidare Begründung gewesen sein, mit der sächsische Soldaten im 7-Jährigen Krieg ihre Stellung verließen. Auch für viele Zeitgenossen ist der tägliche Kaffeegenuss ein Muss, sei es um den Lebensmotor am frühen Morgen auf Touren zu bringen oder über den Tag am Laufen zu halten. Doch Kaffee bedeutet auch Kultur und wo sollte das besser verstanden werden als bei uns in Leipzig, wo man im Haus „Zum Arabischen Coffee Baum“, dem ältesten noch existierenden Kaffeehaus Deutschlands, seit 1711 das beliebte Getränk ausschenkt und wo Bachs Kaffeekantate zwischen 1734 und 1735 entstand und uraufgeführt wurde.

In einer Reihe spannender Vorträge werden wir unter anderem erfahren, wie der Kaffee zu uns kommt, wir werden das „Thema Fair-Trade“ behandeln und wir freuen uns darauf, mehr darüber zu lernen, was der Kaffee im Körper wirklich anrichtet. Lassen Sie sich überraschen, welche mannigfaltigen Aspekte rund um des Deutschen Lieblingsgetränk noch zu entdecken sind. Auch wenn Sie schon wissen, was Blümchen- oder Schwerterkaffee ist, sich an die Kaffeekrise in der DDR Ende der 1970er Jahre erinnern und bereits wissen, was die Dresdnerin Melitta Benz 1908 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin patentieren ließ, werden Sie noch viel Neues entdecken. Sicher ist jedenfalls eines: Einen Kaffee werden Sie nicht benötigen, um unseren Gästen zu lauschen.

Wir laden Sie herzlich ein, sich im kommenden Semester mehr über ein wirklich spannendes und vielseitiges Thema zu erfahren.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzlich,
Frank Gaunitz
Arbeitskreis studium universale

Hinweis Raum

Die Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, zwischen
19:00 und 20:30 Uhr im Hörsaal 1 des Hörsaalgebäudes in der Universitätsstraße 3 statt.

13.04.2016

„Ei! wie schmeckt der Coffee süße, Lieblicher als tausend Küsse, Milder als Muskatenwein.“ lobt Liesgen ihr heißgeliebtes Getränk in der Dichtung Picanders. Heute ist Bachs vertonte Variante deutlich bekannter - und so wird das Leipziger Medizinerkonzert mit der "Kaffeekantate" den Auftakt für diese Vorlesungseihe geben.

Als Gesangsolisten erwarten Sie:

 

Marie Bieber (Sopran)

Norbert Raschke (Tenor)

Torsten Glas (Bass)

 

Außerdem wird Hans-Joachim Schulze vom Bach-Archiv eine kleine Einführung in dieses berühmte Stück Musikgeschichte geben.

Die Veranstaltung findet im Festsaal des Alten Rathauses statt. Beginn ist 20Uhr. 

 

 Da die Plätze begrenzt sind, melden Sie sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse an: 

studiumuniversale[at]uni-leipzig.de

 

 Bitte nutzen Sie unbedingt den folgenden Betreff, um uns die Zuordnung zu erleichtern:

Anmeldung Kaffeekantate

 

Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende wird erwünscht.

20.04.2016

Dorothee Wierling

Kaffee: Eine globale Ware im 20. Jahrhundert

Der Vortrag behandelt Kaffee als eine globale Ware, ein Produkt, das  im globalen Süden angebaut, und überwiegend im industrialisierten Norden konsumiert wird. Der enorme Globalisierungsschub des ausgehenden 19. Jahrhunderts führte auch beim Kaffee zu einer Intensivierung von Produktion, globalem Handel und Konsum, ein Prozess, bei dem Rohkaffee zu einem der bedeutendsten globalen Handelswaren wurde.

Im Vortrag wird dieser Prozess für Deutschland im 20. Jahrhundert genauer beschrieben, wobei im Mittelpunkt die Gruppe der Kaufleute steht, die als Akteure der Globalisierung den Kaffee weltweit bewegten und dem Konsum zuführten. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war Bohnenkaffee in Deutschland ein Massenkonsumgut geworden,  das sowohl mit dem urbanen Leben als auch mit häuslicher Gemütlichkeit verbinden wurde, vor allem aber mit einem "normalen", guten Leben.

Der Vortrag untersucht, wie dieser Genuss durch die beiden Weltkriege und internationalen Wirtschaftskrisen immer wieder unterbrochen wurde und richtet dabei das Augenmerk auf die im Kaffee so sichtbaren globalen Grundlagen unserer Konsumgeschichte.

Frau Prof. Dr. Dorothee Wierling ist stellvertretende Direktorin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Sie ist Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.

27.04.2016

Karen Nieber

Kaffee – Mehr als ein Genussmittel?

Kaffee ist ein ganz besonderes Getränk – wegen seiner belebenden Wirkung wird es seit Jahrhunderten geschätzt. Rund um den Kaffee und dessen Wirkungen im menschlichen Körper ranken sich zahlreihe phantasievolle Geschichten und oftmals auch veraltete Ansichten. Ernährungswissenschaftler haben lange Zeit vor dem Genuss von Kaffee gewarnt. Mittlerweile haben sie die kleine braune Bohne von ihrem negativen Image freigesprochen. Doch das ist nicht alles: Studien zeigten, dass Kaffee vielerlei Krankheiten und Beschwerden positiv beeinflussen kann.

Das Spektrum reicht von Kopfschmerzen über Asthma und Diabetes bis zur Parkinson’schen Krankheit. Welche Inhaltsstoffe für diese Wirkungen zuständig sind, wie sie unsere Gesundheit fördern können und wie viel Kaffee sie trinken sollten, erfahren Sie in diesem Vortrag. Vielen Fragen, die einen Kaffeetrinker irgendwann einmal beschäftigen werden angesprochen und der beleibte Muntermacher wird etwas genauer unter die Lupe genommen.

 Von 1995 bis 2013 war Frau Prof. Dr. Karen Nieber Professorin für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Leipzig, bis 2009 war sie außerdem geschäftsführende Direktorin des Institutes für Pharmazie der Universität Leipzig.

04.05.2016

Martin Nicol

Nomadenhaft häuslich. Kaffeehaus als Lebensform

In Paris, Berlin, in Prag, Rom oder Buenos Aires, vor allem aber in Wien war das Kaffeehaus bis weit ins 20. Jahrhundert für Intellektuelle, Künstler, Literaten und Müßiggänger der Ort, an dem man arbeitete, diskutierte, Zeitung las, Briefe verschickte, Post empfing, Beziehungen knüpfte und beklagte. Hier war man nicht daheim, aber zuhause. „Nomadenhafte Häuslichkeit" diagnostizierte Karl Kraus, und Alfred Polgar bemerkte treffend, das Kaffeehaus sei etwas ,“für Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen". In Wien wandelte sich das Kaffeehaus geradezu exemplarisch vom Alltagsort zur Institution und, als diese bröckelte, von der Institution zum Mythos. „Kaffeehaus" galt lange Zeit als Chiffre für eine Lebensform. Seine spezifische Geselligkeit gebar den Typus des Kaffeehausliteraten samt entsprechender Literatur. Es gewährte Unterschlupf für einen Winter auch einem Gast wie Reinhold Schneider. Bis heute nährt in Reiseführern, Bildbänden und kulturwissenschaftlichen Studien der Mythos Kaffeehaus die Träume von einer „geistigen Existenz".

 Prof. Dr. Martin Nicol ist Professor für Praktische Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

11.05.2016

Matthias Schwarz

Mathematik des Kaffees

 „Ein Mathematiker ist eine Maschine, die Kaffee in Theoreme verwandelt.“ Dieses Zitat wird zwei verschiedenen Mathematikern des zwanzigstens Jahrhunderts zugeschrieben. In jedem Fall drückt es eine besondere Beziehung zwischen der Substanz von Mathematik, ihrer Quellen und ihrer Genese, sowie der Personen, die sich mit ihr beschäftigen aus. Diesen Aspekten soll in diesem Vortrag nachgegangen werden, wobei die Mathematik einerseits exemplarisch für verschiedene wissenschaftliche Disziplinen steht, anderseits auch die besondere Zwitterrolle der Mathematik als Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft gleichermaßen eine Rolle spielt.

Kaffee hat aber nicht nur eine Funktion als Betriebsmittel für den Mathematiker. In dem Vortrag wird auch das Café als Forschungsraum beleuchtet, sowie auch die Kaffeetasse in einen Abschnitt über die Mathematik der Henkelkörper eine Rolle spielt. Zuletzt soll mittels Kaffeesahne die Unumkehrbarkeit der Zeit verdeutlicht werden, deren mathematisches Fundament bis heute offene Fragen aufwirft.

 Prof. Dr. Matthias Schwarz ist Professor für Mathematik in den Naturwissenschaften an der Universität Leipzig.

18.05.2016

Heiko Rosenthal

Leipzig handelt fair! Und das beginnt schon beim Kaffee trinken

Das Loblied auf den Kaffee wäre nicht vollständig ohne den Hinweis auf seine besondere Rolle, die er im sogenannten Fairen Handel spielt. Kaffee war eines der ersten Produkte, bei denen Alternativen aufgezeigt wurden zu den anachronistischen Produktionsbedingungen, unter denen er teils noch bis heute hergestellt wird.

Der Faire Handel, der dem Erzeuger auf der Grundlage langfristiger Rahmenverträge einen Mindestpreis über dem Weltpreisniveau sichert, soll dazu beitragen, dass Menschen auch außerhalb unseres Kulturkreises unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen einen auskömmlichen Lohn erhalten.

Die Bekämpfung von Migrationsursachen ist oberstes Politikziel geworden. Neben der finanziellen und ideellen Unterstützung gesellschaftlicher Initiativen trägt Leipzig unter anderem mit der Neuorientierung der eigenen Beschaffung zum Nachhaltigkeitsziel der globalen Gerechtigkeit und damit zu stabilen gesellschaftlichen Bedingungen in den Produzentenländern bei. 2015 hat sich Leipzig um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“ beworben und unter 84 Bewerbern einen der fünf Hauptpreise errungen. Der Vortrag zeigt die Rahmenbedingungen, die Akteure und die Handlungsfelder auf, die dafür die Grundlage bildeten.

Heiko Rosenthal ist Umweltbürgermeister der Stadt Leipzig.

25.05.2016

Konrad Klek

C-A-F-F-E-E als musikalisches Motiv, sogar für Fugen bei Heinrich von Herzogenberg (Leipzig 1880)

Neben Bachs Kaffeekantate und Mozarts berühmtem C-a-f-f-e-e-Kanon gibt es eine bislang nicht publik gewordene, ambitionierte kompositorische Auseinandersetzung mit dem C-a-f-f-e-Motiv: 12 Fugen aus der Feder von Heinrich von Herzogenberg (1843-1900), entstanden im Jahre 1880 in Leipzig und Florenz. Konrad Klek, Präsident der Internationalen Herzogenberg-Gesellschaft, stellt diese hintersinnige und humorvolle Version eines "Wohltemperierten Klaviers" aus der Feder des Leipziger Bach-Vereins-Dirigenten vor und gibt Einblick in das hiermit angesprochene Leipziger Künstler-Netzwerk.

Prof. Dr. Konrad Klek ist Professor für Kirchenmusik und Universitätsmusikdirektor der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

01.06.2016

Monika Sigmund

"Genuss als Politikum" – Kaffeekonsum in beiden deutschen Staaten

Der Vortrag zeigt, wie eng Kaffeekonsum und Gesellschaftsgeschichte miteinander verbunden sind. Zwischen Währungsreform und Wiedervereinigung besaß Kaffee als Wohlstandsindikator in Ost und West einen hohen Symbolwert im individuellen und gesellschaftlichen Selbstverständnis. Auch in der Beziehungsgeschichte zwischen beiden deutschen Staaten verhilft der Blick auf das Genussmittel zu aufschlussreichen Ergebnissen.

Monika Sigmund illustriert in einem Vergleich des Kaffeekonsums und der damit verbunden Deutungen und Praktiken den Stellenwert und die emotionale Aufladung, die mit einer Tasse Kaffee verbunden waren. In der DDR reichte eine Verschlechterung der Kaffeequalität, um massenhaften Konsumentenprotest und damit eine Legitimationskrise des SED-Regimes hervorzurufen.

In den Paketen, die zwischen den Bürgern beider Staaten ausgetauscht wurden, spiegeln sich Eigen- und Fremdwahrnehmungen, politische Implikationen und gegenseitige Missverständnisse.

Untersucht wird, wie der Blick auf ein Genussmittel zu einem besseren Verständnis von Zeitgeschichte führen kann. 

Dr. Monika Sigmund ist freischaffende Historikerin und Publizistin. Ihr Buch „Genuss als Politikum – Kaffeekonsum in beiden deutschen Staaten“ ist im letzten Jahr im Verlag De Gruyter - Oldenbourg erschienen. “

08.06.2016

Jens Klein

Kaffee ohne bitteren Beigeschmack: Solidarische Handelsbeziehungen statt globaler Spekulationsgeschäfte

Er ist der Treibstoff vieler Deutscher und beschert dem Staat jährliche Steuereinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro: Doch Kaffee hat als wichtigstes Exportgut nach Erdöl auch im globalen Handel eine enorme Bedeutung und bestimmt das Leben von rund 25 Millionen Kleinbauern weltweit. Ähnlich wie andere Agrarrohstoffe unterliegt der an den Börsen in New York (Arabica) und London (Robusta) gehandelte Rohkaffee starken Preisschwankungen und ist zum Gegenstand diverser Spekulationsgeschäfte geworden. Diesen klassischen Marktmechanismen soll der Ansatz des Fairen Handels am Beispiel des Leipziger Projekts Café Chavalo gegenübergestellt werden. Welche Potenziale hat der Ansatz des alternativen Wirtschaftens und wo stößt er an seine Grenzen? Dabei wird es insbesondere auch um die Auswirkungen der Preisschwankungen in den

Produzentenländern gehen. Darüber hinaus sollen auch einige Label und deren Bedeutung vorgestellt und kritisch beleuchtet werden, um Verbrauchern eine Hilfestellung bei täglichen Konsumentscheidungen zu geben.

Jens Klein ist der Kopf hinter Cafe Chavalo und importiert fair gehandelte Produkte, außerdem hält er Vorträge  über fairen Handel, Kaffee-Anbau und –Weltmarkt.

15.06.2016

Anne Dietrich

Das Leipziger Kaffeehaus und Museum "Zum Arabischen Coffe Baum"

Bereits um die Eröffnung des ältesten heute noch existierenden Kaffeehauses Deutschlands im Jahre 1719 ranken sich Legenden, welche in Verbindung mit der dem Hause seinen Namen gebenden Portalplastik stehen. Nach einer langen und abwechslungsreichen Geschichte, vereint es heute sowohl kulinarische als auch kulturelle Genüsse in sich, wird es doch nicht nur als Gasthaus, sondern auch als Museum genutzt. Von den berühmten Wirten und Gästen des Hauses und der Kulturgeschichte des Kaffeekonsums in Leipzig, Sachsen und der Welt handelt dieser Vortrag über die neue Dauerausstellung des Museums „Zum

Arabischen Coffe Baum“

 Anne Dietrich ist Doktorandin am Institut der Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und freie Mitarbeiterin des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Aktuell ist sie verantwortlich für die inhaltliche Bearbeitung der neuen Dauerausstellung im Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“

22.06.2016

Axel Menz

Themen-Führung zum Umbruch der Trinksitten seit der Renaissance

Titel: Kaffee - Europa trinkt neu

Kaffee wurde anfangs, wie übrigens alle neuen Heißgetränke Kakao und Tee, nur in kleinen Mengen konsumiert. Abgesehen vom hohen Preis, stand dem massenhaften Konsum auch die öffentliche Meinung  entgegen: selbst Ärzte warnten vor heißen Getränken, die die inneren Organe verbrennen könnten. Ein reger Disput über das "dunkle Gebräu" entstand in Europa: sollte man es mit oder ohne Milch, mit Zucker oder ungesüßt trinken - oder überhaupt nicht? Schnell erkannte man aber die kreislaufanregende Wirkung und entdeckte im Kaffeegetränk einen Muntermacher par excellence! - Kaffee spielte beim Umbruch der Trinksitten, welcher vor 500 Jahren mit dem Import von Kakao begann, eine zentrale gesellschaftliche Rolle. Zum ersten Mal konnten nun auch Frauen zum Trinken einladen, das Kaffeekränzchen entstand. Aus dem 18. Jahrhundert kennen wir die prunkvollsten Kaffeekannen aus Silber. Die talentiertesten Goldschmiede Europas übertrumpften sich gegenseitig. - Auf unserer Entdeckungstour durch die historische Sammlung des Museums für Angewandte Kunst gehen wir der Veränderung von Gefäßformen und Dekoren nach. Ausgangspunkt der Führung ist ein Raum, dessen Regale an das Interieur einer italienischen Renaissance-Apotheke erinnern. Sie war, bevor die ersten öffentlichen Kaffeestuben entstanden, ein sehr geselliger Ort, an dem man zum Beispiel das unbekannte neue Kaffeepulver sich aufgießen ließ, um es neugierig zu genießen...

Führungen durch das GRASSI Museum für Angewandte Kunst, 15.00Uhr oder 16.30Uhr.

Anmeldung bis zum 15.06. über die E-Mail-Adresse: axel.menz[at]leipzig.de

Axel Menz ist Museumspädagoge und arbeitet beim GRASSI Museum für Angewandte Kunst.

29.06.2016

Elmar Schenkel

Schwarz wie Tinte. Der Kaffee und die Literatur

Das schwarze Getränk hat nicht zufällig Ähnlichkeiten mit der Tinte, aus der (einst) die großen Werke der Literatur flossen. Kaffee und Literatur hängen zusammen: Autoren können im "nüchternen Rausch" (Voltaire) schreiben; berühmtes Beispiel ist Honoré de Balzac. Kaffeehäuser in London, Paris und Wien haben die Welt verändert und natürlich wird auch über Kaffee in Romanen und Gedichten geschrieben. Im Vortrag geht es also um Inspiration, Räume und Fiktionen, die vom Kaffee geschaffen wurden. Ein Genussmittel erweist sich als heimlicher Schöpfer von Büchern und Menschen.

 Prof. Dr. Elmar Schenkel ist Professor für Englische Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig und Autor.

02.07.2016

Kaffee-Sinneswelten

Zum Abschluss laden wir diesmal zum gemütlichen Kaffeekränzchen in die Volkshochschule.

In Form einer Podiumsdiskussion werden wir die Gelegenheit nutzen, kritisch auf Aspekte einzugehen, die in der Reihe keinen Platz finden konnten – man denke nur an die Erfindung des Instantkaffees zu militärischen Zwecken oder die erotische Seite des Kaffeegenusses. Neben anderen Podiumsgästen wird hier die Leipziger Kaffee-Expertin Ulla Heise Rede und Antwort stehen. Ringsum kann Kaffee mit allen Sinnen genossen werden. Einige Leipziger Röstereien werden sich und ihre Produkte

vorstellen und verkosten. Wir erhalten einen Blick auf die Eigenheiten von Röstverfahren, Zubereitung und die sonstigen Besonderheiten des heißen Lieblingsgetränks.

Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr in der Volkshochschule.


letzte Änderung: 30.03.2016 

Kontakt

Leiter des Arbeitskreises
Prof. Dr. Frank Gaunitz
Leiter der Forschungslabore
Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Leipzig
Liebigstraße 20
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-17953
E-Mail

Koordination studium universale, Kinderuni, Sonntagsgespräch
Dominik Becher
Ritterstraße 12
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37395
E-Mail

Studentische Hilfskraft
Isabell Elvert

Sprechzeiten

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Dominik Becher:

mittwochs 10:00-12:00 Uhr

Ritterstraße 12, Raum 405

(Während der vorlesungsfreien Zeit findet keine Sprechstunde statt.)

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Inhaber: Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig e.V

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