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Museen und Sammlungen

Museen und Sammlungen
Lehrsammlung Pathologie
Die Anfänge der Lehrsammlung Anatomie reichen über 200 Jahre zurück und beginnen mit dem anatomischen Cabinet des Anatomen Werner 1787.
Damals wurden zu Lehrzwecken Feucht- und Trockenpräparate von Organen verstorbener Patienten angefertigt. Im Jahr 1803 umfasste das Cabinet ungefähr 800 Einzelstücke und wurde 1813 durch die Sammlung des St. Jakobsspitals (heute Universitätsklinikum) erweitert. Mit Peter Ludwig Cerutti wurde 1821 der erste außerordentliche Professor für pathologische Anatomie in Leipzig berufen, sodass die Sammlung mit nunmehr 997 Stücken in den Besitz der neuentstandenen Fachrichtung Pathologie überging. Zur damaligen Zeit wurden die morphologischen Veränderungen vieler heute bekannter Krankheiten erstmals beschrieben.
Im Zuge der weiteren Spezialisierung des Fachs Pathologie in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mussten die Exponate aus Platzgründen neuen Abteilungen weichen. Die in beinahe 200 Jahren zusammengetragene Sammlung wurde zu großen Teilen vernichtet. Nur einige seltene Präparate lagerte man unterhalb des Hörsaals in Schaukästen ein. Dort kann der Rest des einstmals umfassenden pathologisch-anatomischen Museums Felix Marchands noch heute besichtigt werden. Heute werden die verbliebenen Exponate der Sammlung wieder regelmäßig im Studentenunterricht eingesetzt.

