Lehrpraxis im Transfer- LiT  

Lehrpraxis
im Transfer-
LiT

Lehr-Lern-Projekte (LLPs)

Jährlich werden ausgewählte Lehr-Lern-Projekte unterstützt, um Lehrkooperationen zwischen den Lehrenden der Verbunduniversitäten zu fördern. Gefördert werden Projekte, die sich durch einen Transfer hochschuldidaktischen ‚Know-hows‘ auszeichnen und fachspezifischen Herausforderungen in der Lehre auf innovativem Wege begegnen. Solche Projekte können sich sowohl durch ein kooperatives Lehrverhältnis mit Studierenden auszeichnen als auch von Studierenden an Lehrende herangetragen und mit diesen gemeinsam realisiert werden. Unser Team berät und begleitet Sie von der Antragsstellung bis zur Ergebnispräsentation. Gerne sind wir Ihnen bei der Suche nach Projektpartner_innen behilflich.

Zur ersten Orientierung können Sie anhand des Kriterienkatalogs des HDS nachvollziehen, ob Ihre Projektidee förderwürdig ist. Beachten Sie, dass nicht alle Kriterien gleichzeitig berücksichtigt sein müssen.

Die Einreichungsfrist für Anträge zur 5. Projektkohorte ist bis zum 31. August 2015 möglich. Der Förderzeitraum ist vom 01. April 2017 bis 31. März 2018.

Das Antragsformular finden Sie hier.

1. Projektkohorte: Oktober 2012 – März 2013

Aus 31 Einreichungen wurden sechs Projekte ausgewählt. Die Lehr-Lern-Projekte der Universität Leipzig sind:

Laborwerkstatt wissenschaftliches Schreiben

Dr. Olaf Bärenfänger (Universität Leipzig) und Antje Neuhoff (TU Dresden)

Das Projekt adressiert die Herausforderungen wissenschaftlichen Schreibens in einer Fremdsprache. Es ermöglicht den selbstgesteuerten Kompetenzerwerb anhand praxisnaher (berufs- und wissenschaftsbezogener) Schreibaufgaben in Kleingruppen und auf Schreibkonferenzen, zu denen die Lernenden „maßgeschneidertes Feedback“ erhalten.

LinK: Lernen in interuniversitären Kleingruppen – Verbindung klassischer Lehrveranstaltungen verschiedener Universitäten durch tutorielle Begleitung auf einer Lernplattform

Prof. Dr. Bernd Schorb (Universität Leipzig), Dr. Anja Hartung (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Ralf Vollbrecht (TU Dresden)

Kern des Vorhabens ist die enge Verzahnung von Grundlagenvorlesungen mit unterstützenden Blended-Learning-Tutorien vor dem Hintergrund des Lehren und Lernens in Großgruppen. Studierende erfahren in interregionalen Kleingruppen die Vor- und Nachteile mediengestützter Zusammenarbeit – eine Erfahrung, die bei Blended-Learning-Szenarien vor Ort leicht „umgangen“ werden kann – und stärken so ihre Team- und Medienkompetenzen.

Verbesserung der Studierfähigkeit im Medizinstudium und Förderung von Kernkompetenzen für die ärztliche Tätigkeit

PD Dr. Hendrik Berth (TU Dresden) und PD Dr. Yve Stöbel-Richter (Universität Leipzig)

Das Lehr-Lern-Projekt adressiert die universitären Lernbedingungen in der Humanmedizin, die durch eine hohe Stoffmenge sowie mangelnde bis fehlende Rückmeldungen über den individuellen Kenntnisstand gekennzeichnet sind. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, Belastungssituationen im Studium und im daran anschließenden Berufsalltag besser zu bewältigen.

2. Projektkohorte: April 2013 – März 2014

Aus 17 Einreichungen wurden sechs Projekte ausgewählt. Das Lehr-Lern-Projekt der Universität Leipzig ist:

Einführung eines standortübergreifenden e-learning tools zum Erlernen kommunikativer Kompetenzen in der Medizin

Dr. Katrin Rockenbauch und PD Dr. Yve Stöbel-Richter (Universität Leipzig), Dipl. Psych. Theda Ohlenbusch-Harke und Dipl. Psych. Sandra Angela Murano (TU Dresden)

Das Training kommunikativer Kompetenzen für ein gutes Arzt-Patient-Gespräch steht in diesem Lehr-Lern-Projekt der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Programm Standardisierte Patienten im MITZ der Medizinischen Fakultät der TU Dresden im Mittelpunkt.

3. Projektkohorte: April 2014 – März 2015

Aus 12 Einreichungen wurden fünf Projekte ausgewählt. Das Lehr-Lern-Projekt der Universität Leipzig ist:

Neue Medien in den Geisteswissenschaften in Lehre und Forschung

Prof. Dr. Charlotte Schubert und Patrick Pfeil (Universität Leipzig), Prof. Dr. Joachim Scharloth und Prof. Dr. Thomas Köhler (TU Dresden)

Ziel des Projektes ist die dauerhafte Einbindung der ehumanities in die Lehre der Geisteswissenschaften an sächsischen Hochschulen. Aufbauend auf Erfahrungen vergangener Projekte wird ein entsprechendes Konzept entwickelt und evaluiert. Zusätzlich wird ein Dialog zwischen Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen etabliert. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch Anbindung an bestehende E-Learning-Plattformen gewährleistet.

4. Projektkohorte: April 2015 – März 2016

Aus 14 Einreichungen wurden fünf Projekte ausgewählt. Das Lehr-Lern-Projekte der Universität Leipzig ist:

Seminar – Forschendes Lernen – „Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft“ (RexZivi)

Rico Behrens und PD Dr. Julia Schulze Wessel (TU Dresden), Prof. Rebecca Pates, Phd und Dr. Daniel Schmidt (Universität Leipzig), Dr. Ellen Thümmler und Dr. Frank Schale (TU Chemnitz)

An den Universitäten Dresden, Leipzig und Chemnitz entwerfen Lehrende der Politikwissenschaft kooperativ ein standortgebundenes wie -übergreifendes Seminar. Darin verfolgen Studierende unter der Idee des Forschenden Lernens eine Forschungsfrage zum Thema 'Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft'. Sie erlernen unterschiedliche politikwissenschaftliche Perspektiven und verfügen über forschungspraktische Zugänge. Die Ergebnisse werden gemeinsam der Öffentlichkeit im Deutschen Hygiene-Museum Dresden präsentiert.

5. Projektkohorte: April 2016 – September 2016

Aus 23 Einreichungen wurden sechs Projekte ausgewählt. Die Lehr-Lern-Projekte der Universität Leipzig sind:

WiWiPäd – Ein komplexes Lehr-Lern-Arrangement für Forschendes Lernen in wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftspädagogischen Studiengängen

Prof. Dr. Fritz Klauser und Dr. Juliana Schlicht (Universität Leipzig), Prof. Dr. Bärbel Fürstenau und Dr. Mandy Hommel (Technische Universität Dresden)

Das Projekt ist darauf gerichtet, Studierende verschiedener Fachrichtungen systematisch in die Denk- und Arbeitsweise von Wissenschaftlern und Experten aus der Berufspraxis einzuführen und sie an der Bearbeitung realer Lehr- und Forschungsprobleme zu beteiligen. Dafür wird gemeinsam mit Masterstudenten der Wirtschaftspädagogik ein komplexes Lehr-Lern-Arrangement (KLLA)  entwickelt, das forschendes Lernen von Bachelor- und von Masterstudenten unterschiedlicher Fachrichtungen unterstützt.

Learners as teachers: Die Erstellung eines multimedialen, 3-D-visualisierten Lehr-Lernkurses zur Schlachttier- und Fleischuntersuchung beim Hausschwein (SUFUvet)

Prof. Dr. med. vet. Ernst Lücker und TA Patric Maurer (Universität Leipzig), Dr. phil. Sander Münster (Technische Universität Dresden)

Ziel des Projekts ist die Erprobung des Lernen durch Lehren vor dem Hintergrund der gemeinsamen Planung und gemeinsamen Entwicklung eines multimedialen, didaktisch fundierten eLearning-Kurses durch Studierende der Tiermedizin und Medieninformatik. Das interdisziplinäre Projekt wird kollaborativ und kooperativ durchgeführt und Soft Skills gezielt trainiert. Auch das Ergebnis – der multimediale Kurs – ist in der Fleischhygiene innovativ und unterstützt den selbständigen, praxisnahen Wissenserwerb.

Kognitiv aktivierende Methoden zur Förderung des Theorie-Praxis-Transfers in der Lehrerbildung

Dr. Robert Wilkens und Prof. Dr. Henrik Saalbach (Universität Leipzig), Prof. Dr. Roland Biewald und Prof. Dr. Hermann Körndle (TU Dresden)

Ziel des Projektes ist die Implementierung eines innovativen Seminarkonzeptes für angehende Lehrpersonen. Dabei liegt der Fokus auf einem Theorie-Praxis-Transfer, der zur Entstehung von Handlungswissen beitragen soll. Basierend auf theoretischen Konzepten und Erkenntnissen der pädagogischen Psychologie, Entwicklungspsychologie und Allgemein- bzw. Fachdidaktik sollen einschlägige Praxiserfahrungen gemacht und reflektiert werden, um diese dann in spätere Unterrichtspraxis einfließen lassen zu können.

Professionelle Kommunikation in der Schule: Ein fächerübergreifendes Konzept zur spielbasierten Kompetenzentwicklung Lehramtsstudierender in Sachsen

Dr. Jürgen Ronthaler, Prof. Dr. Maria Hallitzky und Susanne Krämer (Universität Leipzig), Prof. Ellen Fricke und Jun. Prof. Dr. Meike Breuer und Ronald Herzog (Technische Universität Chemnitz) 

Ziel des Projektes ist die Professionalisierung zukünftiger Lehrer_innen durch die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines innovativen spielbasierten Seminarkonzeptes zur Ausbildung berufsspezifischer Kommunikationskompetenz im Lehramtsstudium. Unter Verwendung sprech- und theaterpädagogischer Methoden setzen sich zukünftige Lehrende mit den Herausforderungen ihres Berufs auseinander und entwickeln Kommunikationsstrategien für die erfolgreiche Gestaltung von Lehr-Lernprozessen.

Social Hypertext Reader & Interactive Mapping

Dr. Sebastian Herrmann, Prof. Crister Garrett und Prof. Dr. Anne Koenen (Universität Leipzig), Prof. Dr. Katja Kanzler (TU Dresden)

Ziel ist, speziell für die stark textbasierte geisteswissenschaftliche Lehre ein neues, digitales Lehrmedium einzuführen und zu erproben. Das Medium behebt didaktische Schwächen linearer Seminar-Reader und hat folgende Eigenschaften:

  • Lehrtexte werden in kleine Einheiten zerlegt.
  • Diese sind über kommentierte Links so verbunden, dass die Studierenden frei navigieren können.
  • Studierende können im Interface eigene Verweise festhalten, kommentieren, annotieren, liken und eigene Inhalte hinzufügen.

Medien und Asyl. Qualitative Evaluation und Konzeption von Medienangeboten für Asylbewerber

Andreas Bischof M.A. und Dipl. Soz. Vivien Sommer (Technische Universität Chemnitz), Dr. Thomas Schmidt-Lux und Anja Frank M.A. (Universität Leipzig)

Die Studierenden sollen im Lehr-Lern-Projekt mit einem konkreten Problemfeld arbeiten und dabei auf Grundlage ihrer eigenen Forschungen Medien konzipieren. Die Zielsetzung des Projektes unterteilt sich in zwei Teilziele:

  1. Studierende sollen durch eigene Forschung Kompetenzen in der Konzeption, Durchführung und Evaluation qualitativer Sozialforschung gewinnen.
  2. Auf Basis dieser qualitativen Forschung sollen konzeptuelle Grundlagen konkreter Medienangebote für Asylbewerber_innen entstehen.

letzte Änderung: 28.09.2016 

Kontakt

Marit Vissiennon
Fachbereiche Geistes- und Sozialwissenschaften

Telefon: +49 341 97-32096
Telefax: +49 341 97-30018
E-Mail

Caroline Mehner
Mediendidaktik

Telefon: +49 341 97-32216
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Dr.rer.med. Katrin Rockenbauch
MINT & LifeScience

Telefon: +49 341 97-30013
Telefax: +49 341 97-30018


Franziska Amlung
(z.Zt. beurlaubt)

Adresse

Ritterstraße 12
Raum 307 und 308
04109 Leipzig

Internes PF:  421097

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